MDax im Plus
Deutsche Aktien setzen Talfahrt fort

Die deutschen Aktien haben am Montag ihren Abwärtstrend der vergangenen Woche fortgesetzt. Nachdem sowohl die Standardwerte als auch die Aktien am Neuen Markt mit Kursgewinnen in die Handelswoche gestartet waren, bot sich den Börsianern schon vor der Mittagspause das gewohnte Bild: Dax und Nemax 50 standen im Minus.

dpa FRANKFURT/MAIN. Zwei Stunden vor Handelsschluss lag der Deutsche Aktienindex Dax 0,77 % schwächer auf 5 690,43 Punkten. Der Nemax 50 mit den wichtigsten Werten des Neuen Marktes verlor 1,28 % auf 1 593,84 Zähler, nachdem er zwischenzeitlich ein neues Tief von 1 582 Punkten markierte.

Die 70 mittelgroßen Werte im MDax konnten hingegen 0,93 % auf 4 491,63 Punkte zulegen. Die vom Dax in den MDax abgestiegenen Aktien von Karstadt-Quelle trugen mit einem Kursgewinn von 2,86 % auf 36,00 Euro wesentlich dazu bei.

Die am Montag in die Reihe der deutschen Standardwerte aufgenommene Aktie der Deutschen Post musste an ihrem ersten Dax- Handelstag zwar etwas nachgeben, hielt sich jedoch mit einem Verlust von 0,23 % auf 21,46 Euro besser als der Index selbst. Angesichts des "schütteren Marktumfeldes" sei das recht gut, sagte Hartmuth Höhn von der Berenberg Bank.

Die Versorgertitel unter den Standardwerten tendierten gegensätzlich: Während die Aktien von RWE um 0,90 % auf 37,98 Euro gegen den Trend etwas zulegen konnten, gaben Eon -Papiere 3,87 % auf 50,71 Euro nach. Unternehmensnachrichten zur Erklärung der Kursentwicklung gebe es nicht, sagten Frankfurter Analysten und Händler. Schlusslicht im Dax waren die Aktien von Fresenius Medical Care mit einem Abschlag von 4,03 % auf 81,38 Euro.

Stärkster Titel unter den Standardwerten war die Aktie der Hypo-Vereinsbank . Die Anteilsscheine des Finanzhauses verteuerten sich um 1,94 % auf 62,90 Euro. Der Markt habe den am Freitag bekanntgegebenen Verkauf der 75 prozentigen Beteiligung an der Westfälischen Hypothekenbank an die WGZ-Bank und die Signal Iduna Versicherung positiv aufgenommen, sagten Händler. Direkt dahinter folgten die Aktien des Chemiekonzerns BASF mit einem Kursaufschlag von 1,39 % auf 46,59 Euro. Wenn Technologietitel abgestraft würden, wie es derzeit der Fall sei, finde eine Umschichtung in Chemietitel statt, sagte ein Börsianer. Zudem sei die Aktie in den vergangenen Tagen von verschiedenen Seiten empfohlen worden.

Die Börsen in New York präsentierten sich im frühen Handel uneinheitlich. Während die 30 Industriewerte im Dow-Jones-Index um 0,34 % auf 9 857 Zähler leicht hinzugewannen, rutschten die Werte an der Computerbörse Nasdaq um 0,70 % auf 1878 Punkte in die Verlustzone. Der EuroStoxx 50 verlor 0,4 % auf 4 092 Zähler. Die Börsen in Paris und London tendierten ebenfalls schwächer.

Auch der Rentenmarkt verzeichnete Einbußen. Der Richtung weisende Bund-Future sank um 0,2 % auf 109,65 Zähler. Der Rentenindex Rex gab 0,2 % auf 113,38 Punkte nach. Die Umlaufrendite wurde mit 4,65 (Freitag: 4,66 %) festgestellt.

Der Euro wurde mit 0,8986 $ gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 0,8996 (Freitag: 0,8947) $ festgesetzt. Der $ kostete damit 2,1741 (2,1860) DM.

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