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MDR machte auch 1998 bei Spekulationsgeschäften teilweise Verluste

Leipzig (dpa) - Die spekulativen Geldanlagegeschäfte des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) mit Gewinn und Verlust beschränkten sich nicht auf das Jahr 1999. Auch 1998 versuchte die öffentlich- rechtliche Sendeanstalt, mit Wertpapieren ihr Vermögen zu mehren. MDR-Sprecherin Susan Knoll bestätigte am Mittwoch einen Bericht der in Dresden erscheinenden "Sächsischen Zeitung", wonach 1998 neben Zinserträgen von 17,3 Mill. DM auch Wertpapier-Kursgewinne in Höhe von 3,5 Mill. DM sowie Verluste von 1,3 Mill. DM verbucht wurden.

Knoll wies aber darauf hin, dass die mit Verlust verkauften Wertpapiere so hohe Zinserträge erbracht hätten, dass die Verluste nahezu aufgewogen worden seien. "Unter dem Strich war es ein Nullsummenspiel", sagte die MDR-Sprecherin der dpa in Leipzig.

Der Sender war in den vergangenen Tagen wegen seiner Spekulationsgeschäfte 1999 in die Kritik geraten. Bei einer hochverzinslichen so genannten synthetischen Anleihe auf die ecuadorianische Währung Sucre waren dem MDR im vergangenen Jahr 2,6 Mill. DM Verlust entstanden. Auf der Habenseite hatte der Sender mit seinen Geldanlagen Erträge in Höhe von 74,4 Mill. DM verbucht. Künftig will der Sender nach den Worten von Intendant Udo Reiter auf riskante Anlagegeschäfte verzichten.

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