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Mecklenburg-Vorpommern steigt aus Nord LB aus

Das Land Mecklenburg-Vorpommern steigt 2005 als Gesellschafter aus der Norddeutschen Landesbank (Nord/LB) aus. Eine Sprecherin des niedersächsischen Finanzministeriums in Hannover bestätigte am Mittwochabend einen Bericht des Senders NDR 1 Radio MV.

dpa-afx HANNOVER/SCHWERIN. Das Land Mecklenburg-Vorpommern steigt 2005 als Gesellschafter aus der Norddeutschen Landesbank (Nord/LB) aus. Eine Sprecherin des niedersächsischen Finanzministeriums in Hannover bestätigte am Mittwochabend einen Bericht des Senders NDR 1 Radio MV. Mecklenburg-Vorpommern hält bisher zehn Prozent an der Nord/LB. Wie und zu welchen Konditionen der Anteil unter den verbleibenden Trägern verteilt werde, stehe aber noch nicht fest, sagte die Sprecherin nach einer Sitzung der Träger. Niedersachsens Finanzminister Hartmut Möllring (CDU) ist Aufsichtsratsvorsitzender der Nord/LB.

Mecklenburg-Vorpommerns Finanzministerin Sigrid Keler (SPD) wollte sich zu der Entscheidung noch nicht äußern. Hintergrund der Verkaufsabsicht des Landes ist die anstehende Kapitalerhöhung bei der Nord/LB. Die Schweriner Regierung schreckt früheren Angaben zufolge angesichts knapper Kassen vor neuerlichen Zahlungen in "hoher dreistelliger Millionenhöhe" zurück.

Die Nord/LB mit Sitz in Hannover ist Landesbank für Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern. Bisher ist das Land Niedersachsen mit 40 Prozent größter Anteilseigner. Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern besitzen je zehn Prozent, der niedersächsische Sparkassen- und Giroverband 26,6 Prozent. Die Sparkassenorganisationen in Magdeburg und Schwerin halten je 6,7 Prozent.

Wie alle anderen Landesbanken steht die Nord/LB vor einem tief greifenden Umbau. Im Sommer 2005 fallen die umfangreichen Staatsgarantien weg, die bislang für Bestnoten bei der Bonitätsprüfung durch Rating-Agenturen sorgten. Gute Noten bedeuten günstige Konditionen bei der Kapital-Beschaffung.

Um auch künftig ein gutes Rating zu erhalten, muss die Nord/LB ihre Eigenkapitalquote deutlich erhöhen. Dafür ist eine Kapitalerhöhung in Höhe von voraussichtlich mehreren hundert Mill. Euro nötig, über welche die Nord/LB-Eigentümer derzeit verhandeln.

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