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Media-Agentur-Chef erwartet bald Klarheit von Sat-1

Die Media-Agenturen, die für die werbetreibende Wirtschaft die TV-Werbung platzieren, erwarten vom TV-Sender Sat-1 schon bald Klarheit über das Schicksal der Fußballsendung "ran".

dpa HAMBURG. Der Geschäftsführer (Chief Executive Officer) der Media-Agentur OMD, Klaus-Peter Schulz, sagte am Mittwoch, die Agenturen müssten in den kommenden Wochen entscheiden, ob sie trotz einer Halbierung der Einschaltquote auf dem neuen Sendeplatz um 20.15 Uhr weiterhin TV-Spots bei "ran" buchten. Er erwarte von der Prosieben-Sat-1 Media AG (Kirch-Konzern) klare Aussagen bei der Telemesse am 22./23. August, wie es bei "ran" weitergehe.

Schulz wies darauf hin, dass die die "Männerzielgruppe" bewerbenden Unternehmen auch auf die Champions League und Formel eins (beides bei RTL) ausweichen könnten. Bisher habe die Bundesligaberichterstattung bei "ran" mit ihren 34 Spieltagen für die Agenturen den Vorteil der "Kampagnenfähigkeit" gehabt. "Wenn dies aber wegbricht, dann müssen sich Mediaplaner nach Alternativen umsehen". Durch die Quotenpleite bei "ran" rechnet Schulz bei Sat.1 mit erheblichem Erlösdruck auch für das Jahr 2002 im "dreistelligen Bereich". OMD betreut Kunden wie Beiersdorf, die Holsten-Gruppe, Kraft Foods oder Henkel.

Nach Ansicht von Schulz hat sich der Kirch-Konzern, der mit der Verlegung von "ran" seinen Pay-TV-Sender Premiere World stützen will, verkalkuliert. Die Verluste bei "ran" zeigten, dass die Rechnung nicht aufgehen könne. Angesichts der Auswirkungen für werbetreibende Wirtschaft, TV-Sponsoren und Trikotsponsoren sowie die Bundesliga selbst könne dies die gesamte Finanzierung von Sport-Events in Frage stellen.

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