Medien
Hörfunk erwartet größerer Werbeanteil

Die Medienbranche muss sich auf eine geringere Abhängigkeit von der Werbung einstellen. Gute Aussichten habe dabei der Hörfunk.

Reuters MÜNCHEN. "Werbetreibende Firmen werden ihr Medienbudget künftig gezielter einsetzen", begründete die Mercer Management Consulting und Hypovereinsbank. Dies seien die Ergebnisse ihrer "Medien-Studie 2006" über langfristige Branchen-Trends. Die meisten Medienunternehmen müssten umdenken, weil ihre Geschäftsmodelle zu stark auf Werbeeinnahmen gründeten. Damit seien einige Produkte langfristig nicht mehr überlebensfähig, warnte die Studie.

Internet-Portale bedrängten immer stärker das klassische Anzeigengeschäft von Zeitungsverlagen. Beim Fernsehen stellten neue Technologien die Wirksamkeit von Werbespots in Frage, hieß in der Studie weiter. So ermöglichten elektronische oder zeitversetzte Programmführer das Ausblenden von Werbeblöcken. Die Werbewirtschaft werde daher verstärkt in zielgerichtete Formate investieren. Spartenangebote hätten den Vorteil, dass sie Zielgruppen leichter erreichten als "undifferenzierte Mainstream-Angebote".

Für den Hörfunk sieht die Studie langfristig gute Aussichten. Das Radio sei mit 205 Minuten täglich noch vor dem Fernsehen mit 194 Minuten das meistgenutzte Medium in Deutschland, hieß es. Bislang würden aber nur drei Prozent der Werbeausgaben für den Rundfunk ausgegeben. In Frankreich seien es 7,2 Prozent, in Spanien sogar 8,3 Prozent.

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