Medienkonzern bleibt hinter Erwartunegn zurück
Pro Sieben-Sat.1 leidet unter schwachem Werbemarkt

Der Gewinn des Medienkonzerns Pro Sieben-Sat.1 Media AG ist im ersten Quartal 2001 auf Grund von rückläufiger Werbeeinnahmen deutlich gesunken. Das Ergebnis vor Steuern sei gegenüber dem Pro-forma-Wert aus dem Vorjahr um 37 Prozent auf 28,6 (45,5) Millionen Euro zurückgegangen, teilte die Sendergruppe am Dienstag in Unterföhring bei München mit.

Reuters UNTERFÖHRING. Wegen des schwachen deutschen Marktes für Fernsehwerbung, mit der sich die Privatsender hauptsächlich finanzieren, sei das Ergebnis um 5,5 Millionen Euro hinter den Planungen zurückgeblieben. Durch Synergieeffekte aus der Fusion und eine bessere Kostenstruktur sei das Umsatzminus von zwei Prozent nur teilweise ausgeglichen worden, hieß es weiter.

Mit dem schwachen Werbemarkt hatte Pro Sieben-Sat.1 bereits in der vergangenen Woche begründet, dass der Umsatz in den ersten drei Monaten unerwartet auf 513,7 (525,7) Millionen Euro zurück gegangen ist. Im März habe sich der Fernseh-Werbemarkt wieder erholt, der Umsatz der von Kirch beherrschten Gruppe von Pro Sieben, Sat.1, Kabel 1 und N24 habe im vergangenen Monat vier Prozent zugelegt, hieß es weiter. Im Januar und Februar waren die Werbeeinnahmen noch "im höheren einstelligen Prozentbereich" zurück gegangen. Dennoch sieht Pro Sieben-Sat.1 den Werbemarkt in diesem Jahr insgesamt skeptischer. Statt eines Wachstums um sechs bis acht Prozent seien nur noch Zuwächse von vier Prozent zu erwarten.

Der Medienkonzern hatte für sich selbst einen Zuwachs von zehn Prozent erwartet. Ein Sprecher wollte an diesem Wert aber zuletzt nicht mehr festhalten. Für das erste Halbjahr rechne ProSiebenSat.1 jedenfalls entgegen der ursprünglichen Planungen mit einem leicht sinkenden Umsatz, sagte er. Vorstandschef Urs Rohner wolle sich auf der Bilanzpressekonferenz am Dienstag auch zu den Aussichten für den Rest des Jahres äußern, hieß es.

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