Medienkonzern möchte Entlastung verschieben
SdK fordert Nichtentlasten von EM.TV-Vorstand und -Aufsichtrat

Die Schutzgemeinschaft der Kleinaktionäre (SdK) will die Abstimmung über die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat des angeschlagenen Medienunternehmens EM.TV & Merchandising AG, Unterföhring, nicht vertagen.

vwd FRANKFURT. Stattdessen hat sie einen Gegenantrag gestellt und fordert, beide Gremien auf der Hauptversammlung am 1. August nicht zu entlasten. Die SdK begründet dies in einer Pressemitteilung vom Mittwoch damit, dass das Versagen" des EM.TV-Vorstands "so offenkundig" sei, dass die Entlastung nicht vertagt werden müsse. Er habe seine eigenen Gewinnprognosen um mehr als drei Mrd DEM verfehlt und Aktionärsvermögen in "vielfacher Milliardenhöhe vernichtet".

Das gleiche gelte für den EM.TV-Aufsichtsrat. Dieser habe die "völlig überzogene, existenzgefährdende Expansionspolitik" des Vorstands unterstützt, ohne für die Etablierung eines "adäquaten" Rechnungswesens und Controllings zu sorgen. Nach Meinung der SdK sind keine "neuen Erkenntniszuwächse", die für die Entlastung "erheblich" sein könnten, zu erwarten. Deshalb plädiere die SdK auch hier für Nichtentlastung. Der Medienkonzern hatte Ende Juni angekündigt, er werde der Hauptversammlung vorschlagen, die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat zu verschieben.

Begründet wurde dies mit den zahlreichen bei Behörden und Gerichten anhängigen Verfahren gegen Unternehmen und Vorstände. Über die Entlastung solle deshalb erst entschieden werden, wenn neue Erkenntnisse vorlägen, hieß es.

EM-TV will Vorstand Diskussion um Entlastung ersparen

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