Medienkonzern muss hohen Schadensersatz zahlen
Schwerer Schlag für Bertelsmann

Die beiden Ex-Bertelsmann-Manager Jan Henric Büttner und Andreas von Blottnitz haben sich im Millionen-Prozess um den AOL-Verkauf durchgesetzt. Für Bertelsmann eine Niederlage mit Konsequenzen. Für den ehemaligen Vorstandschef Thomas Middelhoff ist das Urteil auch persönlich ein Rückschlag.

DÜSSELDORF. Bertelsmann hat überraschend den Prozess gegen zwei Ex-Manager in den USA verloren. Europas größter Medienkonzern soll voraussichtlich 209 Mill. Euro an die beiden Kläger Jan Henric Büttner und Andreas von Blottnitz zahlen. Das entschied eine Jury im kalifornischen Santa Barbara. Die beiden Jungmanager hatten einen fairen Anteil an den 6,75 Mrd.$ gefordert, die Bertelsmann aus den Verkauf seiner AOL-Europe-Anteile an den Mediengiganten Time Warner erzielte. Bertelsmann erwägt gegen das Urteil Berufung einlegen.

Die Niederlage vor dem kalifornischen Gericht ist eine herber Rückschlag für Bertelsmann-Chef Gunter Thielen bei seinen Anstrengungen die Schulden abzubauen. Mit dem Urteilsspruch hatte so kaum jemand in der Gütersloher Konzernzentrale gerechnet. Deshalb wurden auch keine Rückstellungen vorgenommen. Auch für den früheren Vorstandschef Thomas Middelhoff, der Büttner und von Blottnitz zu den Hochzeiten der New Economy gefördert hatte, ist der Urteilsspruch bitter.

Seite 1:

Schwerer Schlag für Bertelsmann

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%