Medienmogul gibt Konzern neue Struktur
Leo Kirch plant Fusion von Kirch Media und Pro Sieben

Leo Kirch plant offenbar, seinen Medienkonzern neu zu ordnen. Wie gestern aus Bankenkreisen verlautete, seien entsprechende Pläne bereits weit fortgeschritten. Danach sollen die Kirch Media mit der börsennotierten Pro Sieben Sat 1 Media AG fusioniert werden.

MÜNCHEN. Bereits in Kürze sei mit einer endgültigen Entscheidung darüber zu rechnen, hieß es. Die zuständigen Gremien hätten aber noch nicht zugestimmt. Beide Unternehmen gaben am Mittwoch keinen Kommentar dazu ab.

Mit der Fusion der beiden Kirch-Gesellschaften würde ein börsennotierter Medienkonzern entstehen, der zu den Großen in Europa aufschließen kann und der unter Umständen ein Kandidat für den Deutschen Aktienindex (Dax) wäre. Die Pro-Sieben-Gruppe mit den TV-Sendern Sat 1, Pro Sieben, Kabel 1 und N 24 ist mehrheitlich in Besitz der Kirch Media, zudem ist die Axel Springer AG beteiligt. Die Kirch Media GmbH&Co. KGaA, in der unter anderem der Filmlizenzhandel, die Filmproduktion und die Neuen Medien der Gruppe konzentriert sind, ist wiederum zu etwa 70 % im Besitz Leo Kirchs. Gleichzeitig könnte in der neuen Gesellschaft auch das erst kürzlich von EM.TV erworbene Engagement in der Formel 1 eingebracht werden. Damit würde der neue Börsenkandidat an Wert gewinnen.

Zuletzt war der Börsengang der Kirch Media wegen der schlechten Lage an den Aktienmärkten auf 2003 verschoben worden. Mit den jetzt bekannt gewordenen Plänen könnte Kirch bis Anfang 2002 einen großen Teil des Konzerns an die Börse bringen und sich damit neue Kapitalquellen erschließen. Auch Kirch-Konkurrent Bertelsmann arbeitet an einem Börsengang.

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