Medienunternehmen erwartet für das Gesamtjahr positives Ergebnis
Pro Sieben Sat 1 verdoppelt den Gewinn

Die vor der Übernahme durch den US-Investor Haim Saban stehende Senderfamilie Pro Sieben Sat 1 hat mit Einschnitten vor allem bei den Programmkosten im zweiten Quartal wieder schwarze Zahlen geschrieben. Die Höhe des Gewinns lag am obereren Rand der Analystenschätzungen.

Reuters MÜNCHEN. Vor Steuern habe ProSiebenSat.1 einen Gewinn von 33,2 Millionen Euro erzielt, nach 16,8 Mill. Euro im Vorjahreszeitraum und einem Verlust von 31 Millionen Euro im ersten Quartal, teilte Deutschland größter TV-Konzern am Donnerstag in München mit. Alle Sender, auch das zuletzt defizitäre Programm Sat.1, hätten schwarze Zahlen geschrieben. Wegen des weiter schwachen TV-Werbemarktes fiel der Umsatz im zweiten Quartal um sechs Prozent auf 466,9 Mill. Euro. "Zwischen April und Juni hat sich der Markt zwar leicht erholt, blieb insgesamt aber weiterhin unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums", hieß es in der Mitteilung.

Von Reuters befragte Analysten hatten im Durchschnitt mit einem Quartalsgewinn vor Steuern von 25 Mill. Euro, höchstens 33 Mill. Euro gerechnet. Der Umsatz lag im Rahmen der Erwartungen von im Schnitt 468 Mill. Euro. Auch für das erste Halbjahr wies ProSiebenSat.1 mit 2,5 (Vorjahr: 25) Millionen Euro ein positives Vorsteuerergebnis aus. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) fiel auf 58,1 Millionen Euro nach noch 85,2 Mill. im Vorjahreszeitraum.

Pro Sieben Sat.1, Tochter der insolventen Mediengruppe Kirch Media, teilt sich den deutschen Privatfernseh-Markt mit der RTL-Gruppe und hat in der letzten Zeit deutlich Marktanteile gegen den Konkurrenten verloren. Anleger und Analysten erhoffen sich durch die Übernahme Haim Sabans, der in Hollywood gut vernetzt ist, neue Impulse für das Geschäft. Saban hatte am Dienstag nach einem fast eineinhalbjährigen Bieterprozess den Zuschlag für die Sendergruppe bekommen.

Für das Gesamtjahr erwartet Pro Sieben Sat.1 früheren Angaben zufolge ein positives Ergebnis, auch wenn das traditionell schwache dritte Quartal noch einmal negativ ausfallen könnte.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%