Medienunternehmen kämpft um Vertrauen der Anleger
Edel Music dementiert Verkauf seiner Viva-Anteile

"Der Verkauf unserer Anteile am Musiksender Viva ist kein Thema", sagte Unternehmenssprecherin Bärbel Tomas auf Anfrage von Handelsblatt.com. Bei einem guten Angebot werde ein Verkauf zwar interessant, doch daran arbeite man derzeit definitiv nicht, erklärte Tomas.

md DÜSSELDORF. Die "Süddeutsche Zeitung" hatte in ihrer Dienstagsausgabe berichtet, das am Neuen Markt notierte Hamburger Unternehmen wolle seinen Anteil am Kölner Musiksender Viva in Höhe von 12, 1 % verkaufen. Im Gespräch sei eine Verkaufssumme von mehr als 20 Mill. DM.

Die Marschroute der Hamburger geht offenbar in eine ganz andere Richtung. "Wir wollen das Vertrauen unserer Anleger zurückgewinnen", sagte Tomas. Ein Verkauf der Viva-Aktien würde da nur neue Unruhe schaffen. Und der Druck auf das Musikunternehmen ist groß genug. In diesem Monat musste die Edel Music AG ihre Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2000 nach unten korrigieren. Statt eines geplanten Ergebnisses vor Steuern und Zinsen von 90 Mill. DM wird nunmehr ein bereinigtes Ergebnis von 23,5 Mill. DM erwartet.

Edel Music

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Für Wirbel sorgte außerdem die Ankündigung umfangreicher Umstrukturierungsmaßnahmen sowie das Ausscheiden von Finanzvorstand Michael Diederich zum Jahresende. Ein Nachfolger ist nach Firmenangaben noch nicht gefunden. Die Folge: Der Aktienkurs erreichte mit zuletzt 5 Euro ein neues Jahrestief. Das Hoch hatte knapp 67 Euro betragen. Mit der Unternehmensberatung Roland Berger will Edel jetzt ein Kostensenkungsprogramm umsetzen.

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