Medienunternehmen verweist auf schlechte Branchenlage
Rund 150 Stellen bei Handelsblatt-Gruppe in Gefahr

Bei der Verlagsgruppe Handelsblatt sind rund 150 Stellen in Gefahr. Einen Arbeitsplatzabbau in dieser Größe könne sein Unternehmen "aufgrund der heute möglichen Aussagen nicht ausschließen", sagte Handelsblatt-Sprecher Thomas Scharfstedt nach einer Betriebsversammlung in Düsseldorf. Dies wären 10 % der Belegschaft. Es sei aber "unseriös", genaue Zahlen zu nennen, betonte Scharfstedt.

afp DÜSSELDORF/HEIDELBERG. Der Stellenabbau treffe alle Sparten und werde sich "über das Jahr 2002 hinziehen". Auch einen genauen Stichtag könne das zum Holtzbrinck-Konzern zählende Unternehmen nicht nennen, sagte Scharfstedt.

Das Unternehmen begründete den geplanten Stellenabbau mit der allgemein schwierigen Lage der Wirtschafts- und Finanzpresse. "Keiner weiß, wie es sich weiter entwickelt", sagte Scharfstedt. Bereits seit Mitte des Jahres würden die Fix- und Personalkosten der Verlagsgruppe begrenzt und frei werdende Stellen nicht mehr besetzt. "Ein Kahlschlag findet aber nicht statt." Noch seien zudem "keine Kollegen konkret benannt" worden, deren Stellen wegfielen. Nach Angaben des Heidelberger Branchendienstes "kressreport" soll der Personalabbau möglichst sozialverträglich über die Bühne gehen.

Keine Einstellung der Internet-Aktivitäten geplant

Zur Verlagsgruppe Handelsblatt zählen außer dem börsentäglich erscheinenden "Handelsblatt" die Magazine "DMEURO", "Wirtschaftwoche", "Telebörse" sowie mehrere Fachmedien und Beteiligungsunternehmen. Ihre Online-Töchter hat die Gruppe in ein eigenständiges Unternehmen ausgegliedert. Dort gab es bereits einen massiven Stellenabbau. An Gerüchten über "weitere einschneidende Maßnahmen" bis zu Einstellung der Internet-Aktivitäten sei "nichts dran", betonte Scharfstedt. Dies sei auch in der Bertriebsversammlung betont worden.

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