Medienzar spendet UN 34 Millionen Dollar
Turner erreicht Einigung zwischen Vereinten Nationen und USA

ap NEW YORK. Der Medienzar Ted Turner hat mit einer Spende von 34 Millionen Dollar einen jahrelangen Streit zwischen den Vereinten Nationen und den USA über deren Beitragszahlungen beendet. Diplomaten erklärten am Freitag in New York, die USA würden künftig statt 25 nur noch 22 Prozent des UN-Verwaltungsetats übernehmen. Mit den von Turner angebotenen 34 Mill. $ könne die Differenz für 2001 überbrückt werden, hieß es. Japan und Russland boten an, einen Teil der Kosten zu schultern, den die US-Beitragssenkung verursacht.

"Das ist ein gutes Ergebnis, ein exzellentes Ergebnis für alle, besonders für die UN", sagte der französische UN-Botschafter Jean-David Levitte. Die USA wollten außerdem ihren Anteil an den Kosten für die Friedensmissionen von 31 Prozent auf etwa 27 Prozent senken. Levitte erklärte weiter, nach langen Verhandlungen sei die EU bereit, in den Jahren 2002 und 2003 zwei Mill. $ beizutragen, um den ärmeren 18 Ländern beim Übergang zu höheren Beitragszahlungen zu helfen.

Die USA schulden den UN 1,8 Mrd. $. Der Kongress hat die Zahlung von 926 Mill. $ davon von Reformen und Beitragssenkungen abhängig gemacht. Turner, der Gründer des Nachrichtensenders CNN und einer der Vorstandsvorsitzenden des Medienkonzerns Time Warner, hatte den Vereinten Nationen 1997 bereits eine Mrd. $ gestiftet, zahlbar über zehn Jahre. Auch wenn sein Angebot nur ein Jahr betrifft, trug es doch zur Einigung bei, weil viele Regierungen ihren Haushalt für 2001 schon verabschiedet haben.

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