Medikament setzt bei der Ursache von Fettleibigkeit an
Pille gegen Fettleibigkeit vor Durchbruch

Essen so viel man will und trotzdem schlank sein? "In fünf bis zehn Jahren kann diese Vision Wirklichkeit sein", sagte der Leipziger Mediziner Matthias Blüher am Dienstag.

HB/dpa LEIPZIG. Dazu arbeiteten Wissenschaftler der Universität Leipzig an einem Medikament, das die Wirkung des Hormons Insulin im Fettgewebe hemmt. "Das Medikament würde verhindern, dass sich im Fettgewebe weiteres Fett ablagert", sagte Blüher.

"Ein entsprechendes Produkt wäre für die Pharmaindustrie aber auch für das gesamte Gesundheitswesen höchst interessant", sagte der Forscher. Im Mittelpunkt stünde nicht das "kosmetische Abnehmen" auf Mannequingewicht, sondern die Behandlung von Übergewicht mit Krankheitswert. "Folge von Übergewicht sind Krankheiten wie Diabetes, Herz- und Kreislaufstörungen und Schlaganfall, deren Behandlung jährlich Milliarden Euro verschlingt", sagte der Mediziner.

Von den bisherigen Schlankheitsmitteln soll sich das neue Medikament erheblich unterscheiden. "Es bremst nicht mit Tricks den Appetit, sondern setzt bei den Ursachen zur Fettleibigkeit an", sagte der Arzt. "Mit Hilfe von Test mit so genannten Knock-Out-Mäusen wissen wir, dass es eine genetische Komponente für Übergewicht gibt", sagte der Mediziner. So blieben Mäuse, denen ein spezieller Insulin- Rezeptor fehle, schlank und lebten länger als ihre Artgenossen - egal wie viel Nahrung sie zu sich nähmen. Auf diesen Erkenntnissen bauen die Leipziger Forscher auf.

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