Medikamentenvertrieb ab 2003 geplant
Medigene rutscht tiefer in die Verlustzone

Das Biotechnologie-Unternehmen hat im ersten Quartal seinen Verlust beim Betriebsergebnis gegenüber mehr als verdoppelt. Als Grund dafür nannte das Unternehmen höhere Produktentwicklungskosten und ausgeweitete Akriviäten in der Geschäftsentwicklung.

Reuters MÜNCHEN. Das Biopharma-Unternehmen Medigene AG ist im ersten Quartal 2001 tiefer in die Verlustzone gerutscht. Das Betriebsergebnis lag in den ersten drei Monaten dieses Jahres bei minus 3,42 Mill. Euro nach einem Verlust von 1,7 Mill. Euro im Vorjahreszeitraum, teilte die Gesellschaft am Montag mit. Den Periodenfehlbetrag unter Berücksichtigung des liquiditätsunwirksamen außerordentlichen Aufwands für den Kauf der Neuro Vir Therapeutics bezifferte Medigene auf 89,9 Mill. Euro. Die sonstigen betrieblichen Erträge seien in den ersten drei Monaten auf 1,19 Mill. Euro nach 1,27 Mill. Euro im Vorjahresquartal gesunken.

Nach Ansicht von DG Bank-Analyst Patrick Fuchs ist sowohl der operative Verlust wie auch der Umsatz bei Medigene etwas niedriger ausgefallen als erwartet. Durch den Kauf der exklusiven Vermarktungsrechte des Medikaments Leuprogel für Europa sei Medigene für die weitere Entwicklung ihrer Produkte gut positioniert, sagte Fuchs, der die Aktie mit "Akkumulieren" einstuft.

Den höheren Verlust, der im Rahmen des geplanten Budgets liege, führte Medigene auf Produktentwicklungen, wie den Beginn von drei weiteren klinischen Studien zurück. Ferner hätten ausgeweitete Aktivitäten, insbesondere im Bereich der Geschäftsentwicklung, das Ergebnis belastet. Den Rückgang der Erträge um sieben Prozent begründete Medigene mit den im ersten Quartal teilweise geringeren Entwicklungskosten für Gemeinschaftsprojekte mit Pharmafirmen. Dadurch sei erwartungsgemäß auch die Kostenrückerstattung durch die Kooperationspartner niedriger ausgefallen.

Medigene verfügt eigenen Angaben zufolge zum Ende des ersten Quartals 2001 über flüssige Mittel und Wertpapiere in Höhe von 112 Mill. Euro, was einem Anteil von 87 Prozent der Bilanzsumme entspricht. Die Eigenkapitalquote belaufe sich zum gleichen Stichtag auf 92 Prozent. Ende des vergangenen Jahres betrugen die flüssigen Mittel und Wertpapiere laut Medigene noch 115,2 Mill. Euro. Bereits im Jahr 2003 wolle die Gesellschaft mit dem Medikamentenvertrieb beginnen.

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