Medizindienstleister Pulsion legt nach einer Kooperation mit Philips zeitweise um 150 Prozent zu
Endlich wieder Lichtblicke am Neuen Markt

An der Wachstumsbörse gab es am Donnerstag nach Tagen der Tristesse etliche erfreuliche Nachrichten. Vor allem Unternehmen, die zuletzt kaum wahrgenommen wurden, überraschten. Der Nemax gewann am Ende 0,4 Prozent auf 1 034 Punkte. Der Nemax 50 legte ebenfalls um 0,4 Prozent auf 1 064 Punkte zu.

HB FRANKFURT/M. Es war zwar nicht das sprichwörtliche Feuerwerk der guten Laune, das am Neuen Markt abgebrannt wurde. Doch einige gute Unternehmensnachrichten sorgten nach Tagen der Tristesse für Lichtblicke. Allen voran der Münchener Medizintechniker Pulsion, der eine Kooperation mit Philips Electronics verkündet hat. Demnach statten die Holländer ab März serienmäßig ihre Patientenmonitore zur Überwachung der Herz-Pumpleistung mit der so genannten Picco-Technologie von Pulsion aus. Bisher gab es diese Methode zur Herz-Kreislauf-Überwachung und zur Therapiesteuerung nur gegen Aufpreis. Pulsion selbst erwartet dadurch einen Umsatzsprung. Einen Sprung von zeitweise 150 % machte gestern bereits die Aktie in Folge der Ankündigung. Anleger mussten bis dato allerdings ein lange Durststrecke hinter sich bringen, fiel doch die Aktie seit dem Börsengang im Sommer wie ein Stein. Zu 7 Euro emittiert, notierte sie zuletzt bei 1,75 Euro. Beschleunigt wurde der Abwärtstrend seit Oktober, als es zu einer Verschiebung der jetzt bekannt gegebenen Kooperation mit Philips kam. 2002 sollen nun sogar schwarze Zahlen geschrieben werden.

Ein Jahr später rechnet das Kleinostheimer Biotech-Unternehmen Curasan mit Gewinnen. Vor allem das Knochenaufbaumaterial Cerasorb und das Biomaterial Stypro sollen bereits im laufenden Jahr für eine deutliche Umsatz- und Ertragsverbesserung sorgen, heißt es aus Unterfranken. Für die Jahre 2003 und 2004 werden Wachstumsraten von 30 % versprochen. Der Aktie, die zuletzt auch deutlich unter Druck stand, gab diese Meldung einen Schub um 5,6 % auf 2,85 Euro.

Einen Schritt weiter ist man bereits beim Wiesbadener Software-Anbieter P&I. Der heißt ausgeschrieben Personal & Informatik AG und hat bereits nach neun Monaten sein Planergebnis für das Geschäftsjahr 2001/2002 (31.3.) erreicht. Die Aktie setzte damit ihren Aufwärtstrend der letzten Handelstage fort und gewann 7,9 % auf 3,16 Euro. Damit hat sie innerhalb einer Woche fast 25 % zugelegt.

Einen Schub nach oben gab der Freenet -Aktie gestern die Meldung, dass das Hamburger Internet-Unternehmen von der Mutter Mobilcom in Kürze deren Festnetz-Sparte übernehmen will. Allerdings kennt man bei Freenet beim Geld keine Verwandten: Die Übernahme soll nicht gegen Bares erfolgen, sondern durch eine Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage. Freenet brächte der Deal einen Umsatzschub von 500 Mill. Euro. Damit stiege die einst kleine Tochter hinter der Deutschen Telekom und Arcor zum drittgrößten deutschen Telefondienstleister auf. Der Freenet-Kurs legte 8,9 % auf 10,90 Euro zu. Die Maxdata -Aktie profitierte von einer gemeldeten Expansion nach Spanien. Sie gewann 5,9 % auf 7,41 Euro.

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