Mediziner halten trotzdem Platz eins: Ärzte erleiden Imageverlust

Mediziner halten trotzdem Platz eins
Ärzte erleiden Imageverlust

Das öffentliche Ansehen der Ärzte ist nach einer Meinungsumfrage in den letzten Jahren gesunken - dennoch stehen sie auf der Berufs-Prestigeskala weiterhin an der Spitze. Zählten 1981 noch 82 % der Westdeutschen Mediziner zu den fünf Berufen, vor denen sie am meisten Achtung haben, so sagen dies 2003 nur noch etwa 70 %.

HB/dpa ALLENSBACH. Dies ergab eine repräsentative Studie des Instituts für Demoskopie in Allensbach am Bodensee vom Dienstag. Dennoch liegen Ärzte weiterhin mit großem Abstand auf Platz eins vor Geistlichen, Hochschulprofessoren und Unternehmern.

Das Allensbach-Institut vermutet unter anderem Abrechnungsskandale und Ärzteschelte wegen Kunstfehlern hinter dem Imageverlust der Mediziner. Dennoch wird dem Berufsstand immer noch allergrößte Achtung entgegengebracht. 72 % aller Befragten in West- und Ostdeutschland gaben an, dass sie Ärzte besonders schätzen. Von Geistlichen sagten das 39 %, von Hochschulprofessoren und Unternehmern je 30 % und von Rechtsanwälten 29 %.

Ganz unten auf der Prestigeskala rangieren Berufe wie Journalist, Offizier, Politiker, Gewerkschaftsführer und Buchhändler. Das Ansehen dieser Berufe ist im Vergleich zur letzten Umfrage 2001 gesunken. Zu den Verlierern gehören auch Professoren, Rechtsanwälte, Grundschullehrer, Schriftsteller, Atomphysiker oder Direktoren in einer großen Firma. Prestigegewinne konnten dagegen Geistliche, Unternehmer, Ingenieure, Apotheker oder Studienräte verzeichnen.

Befragt wurden 2 197 Personen ab 16 Jahren in ganz Deutschland zwischen dem 27. Februar und dem 11. März dieses Jahres.

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