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Mediziner: Körpertraining schützt vor Migräne

Ausdauertraining kann die Häufigkeit und Intensität von Migräneattacken senken. Das habe ein Team türkischer Wissenschaftler anhand einer Studie mit 40 Migränepatienten bestätigt.

dpa PÖCKING/KIEL. Ausdauertraining kann die Häufigkeit und Intensität von Migräneattacken senken. Das habe ein Team türkischer Wissenschaftler anhand einer Studie mit 40 Migränepatienten bestätigt.

Dies teilte die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft in Pöcking bei München am Freitag mit. Demnach hatte sich die Zahl der Migräneattacken und der Kopfschmerzstunden nach sechs Wochen halbiert. Auch waren die Schmerzen nicht mehr so stark.

Die Probanden hatten während der sechs Wochen alle vorbeugenden Kopfschmerzmedikamente abgesetzt und drei Mal die Woche eine halbe Stunde lang ein spezielles Training absolviert. Auffällig war zudem eine deutlich angekurbelte Produktion des körpereigenen Schmerzhemmers Beta-Endorphin: Sein Spiegel war bei der Endauswertung fast drei Mal so hoch wie zu Beginn der Studie. Es ist allerdings weiterhin unklar, welche Rolle die körpereigenen Opiate bei der Entstehung von Migräneattacken spielen. Einen eindeutigen Zusammenhang zwischen dem Anstieg der Endorphine und einer Besserung der Migräne im Einzelfall konnten die Forscher nicht feststellen.

Das Team von Neurologen der türkischen Universitätsklinik Erciyes hat die Studie im Fachjournal "Cephalalgia" (2003, Bd. 23, S. 972) veröffentlicht.

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