Megafusion unter Auflagen der EU-Kommission
Aktionäre von Vivendi und Seagram billigen Fusion

Die Aktionäre von Seagram und Vivendi haben den Zusammenschluss ihrer Unternehmen zum zweitgrößten Kommunikaktionskonzern der Welt frei gemacht.

ap PARIS/MONTREAL. Auf Hauptversammlungen in Montreal und Paris stimmten sie am Dienstag mit jeweils großer Mehrheit für die Fusion zum Mediengiganten Vivendi Universal, in der auch der französische Pay-TV-Sender Canal Plus aufgehen soll. Dessen Aktionäre wollen am Freitag über das 34-Milliarden-Euro-Geschäft entscheiden.

Die EU-Kommission hatte die Megafusion im Oktober unter Auflagen gebilligt, die eine beherrschende Stellung im Bezahlfernsehen verhindern sollen. So muss Vivendi Universal fünf Jahre lang unter anderem in Frankreich, Belgien, Spanien und Italien die Rechte an Filmen der Universal mit anderen TV-Sendern teilen. Die Kartellbehörde der USA hat den Zusammenschluss ebenfalls genehmigt.

Dem kanadischen Konzern Seagram gehören die Hollywoodfilme der Universalstudios und der weltweit größte Musikverlag mit den Marken MCA, Polygram und Polydor. Das frühere französische Staatsunternehmen Compagnie Generale des Eaux ist von Konzernchef Jean-Marie Messier unter dem Namen Vivendi in den vergangenen Jahren zu einem Mischkonzern mit dem Schwerpunkt Medien umgebaut worden. Neben Canal Plus gehört Vivendi die Verlagsgruppe Havas, das Telekommunikationsunternehmen Cegetel und der Mobilfunkanbieter SFR.

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