Mehdorn besucht Stoiber
Bundesregierung will angeblich zwei Transrapid-Strecken

Nach Angaben von Bahnchef Hartmut Mehdorn ist die Bundesregierung entschlossen, sowohl die geplante Transrapidstrecke in Bayern als auch die in Nordrhein-Westfalen zu bauen.

ap LATHEN. Mehdorn äußerte sich bei einem Besuch mit dem bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber auf der Transrapid-Versuchsanlage im emsländischen Lathen. Noch arbeite die Bahn an der Machbarkeitsstudie, die Anfang 2002 vorliegen solle. «Schon jetzt können wir aber sagen, beide Strecken rechnen sich», sagte Mehdorn. «Beide Projekte werden wir mit aller Fantasie realisieren»."

Wie der Chef der Deutschen Bahn AG, die die Transrapid-Strecken betreiben will, sprach sich auch Stoiber dafür aus, beide Strecken zu realisieren. Nach einer Fahrt auf der Transrapid-Teststrecke zeigte sich der bayerische Landesvater begeistert: «Der Transrapid ist ein höchst innovatives, zukunftsorientiertes und äußerst faszinierendes Verkehrsmittel.» Es sei geeignet, die Verkehrsprobleme der Zukunft sicher, komfortabel, wirtschaftlich und umweltverträglich zu lösen.

Die ursprüngliche Transrapid-Fernstrecke Hamburg-Berlin war Anfang 2000 beerdigt worden. Anschließend wurden mehrere Nahverkehrsprojekte erwogen. Im Sommer 2000 gab die Bundesregierung eine Machbarkeitsstudie für die zwei verbliebenen Projekte in Auftrag. In Nordrhein-Westfalen soll ein Metrorapid auf gut 70 Kilometern die Städte Dortmund und Düsseldorf verbinden. Die Kosten werden auf sieben Mrd. DM beziffert. In München geht es um die Anbindung des Flughafens an die City, die Schätzungen zufolge drei Mrd. DM kosten würde.

Bei der Finanzierung des Projekts sei die Bundesregierung gefordert, sagte Stoiber. Im Transrapid-Topf des Bundes sind bislang 4,5 Mrd. DM. Außerdem setzt Bayern auf privates Kapitel: Man werde Investoren suchen, erläuterte der bayerische Finanzminister Kurt Faltlhauser, zugleich Aufsichtsratsvorsitzender der Flughafengesellschaft München. Koste eine Fahrkarte 25 DM, sei die Flughafenanbindung wirtschaftlich zu betreiben und damit attraktiv. An der Ende August vom Freistaat Bayern und der Deutschen Bahn gegründeten Vorbereitungsgesellschaft für die Magnetschnellbahn wird sich auch die Lufthansa beteiligen, kündigte Vorstandsmitglied Stefan Lauer an.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%