Mehr als 1 300 Homepages
Rechtsextremisten nutzen verstärkt das Internet

Rechtsextremisten nutzen immer stärker das Internet für ihre Propaganda. Die Zahl der Homepages deutscher Rechtsextremisten stieg nach Informationen des nordrhein-westfälischen Verfassungsschutzes im vergangenen Jahr um über 60 Prozent auf mehr als 1 300.

wiwo/ap DÜSSELDORF. Gegenüber dem Jahr 1999 habe sich die Zahl der Web-Angebote sogar vervierfacht, berichtete der Düsseldorfer Innenminister Fritz Behrens am Donnerstag in Düsseldorf.

"Der drastische Anstieg ist Besorgnis erregend. Er zeigt die wachsende Bedeutung, die das Internet zur Vernetzung und Mobilisierung rechtsextremistischer Gruppen besitzt", urteilte Behrens. Die Online-Aktivisten nutzten nahezu alle technischen Möglichkeiten, die das digitale Netz biete. So gehörten aufwendige Begrüßungseffekte, Online-Radios, Computerspiele, Gästebücher oder Chat-Rooms inzwischen zur Standardausstattung rechtsextremistischer Seiten.

Einige böten inzwischen sogar Internet-Fernsehen an. Musikbörsen offerierten die Möglichkeit, strafbare neonazistische Lieder im MP3-Format kostenlos herunterzuladen. Auch der Online-Handel mit Propaganda-Artikeln sei inzwischen ein einträgliches Geschäft, betonte Behrens.

"Im Internet hat der Rechtsextremismus sein Erscheinungsbild verändert: Rückwärts gewandtes, rassistisches Denken tritt in einer High-Tech-Verpackung auf und ist oft nicht mehr auf Anhieb erkennbar", sagte der Minister. Der Grad der Jugendgefährdung durch die Seiten erhöhe sich so kontinuierlich.

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