Mehr als 1 700 Fälle
TÜV-Prüfer gesteht Schmiergeld-Praxis

Ein ehemaliger TÜV-Prüfer hat gestanden, mehr als 1 700 Mal gegen die Zahlung von Schmiergeld auch mangelhafte Fahrzeuge mit einer Plakette versehen zu haben.

dpa FRANKFURT. Er habe von 1995 bis 1999 beim Frankfurter TÜV Schmiergelder zwischen 10 und 20 Mark für die problemlose Abfertigung von Wagen kassiert.

Der 55-Jährige muss sich seit Dienstag vor dem Landgericht Frankfurt wegen Bestechung verantworten. Die Gesamtsumme der Bestechungsgelder beläuft sich laut Anklage auf rund 23 000 Mark (knapp 12 000 Euro).

Der Angeklagte gab vor Gericht an, dass er keine Fahrzeuge in verkehrsunsicherem Zustand durchgelassen habe. Lediglich bei kleineren Mängeln wie defektem Abblendlicht habe er "ein Auge zugedrückt". Wegen Korruption hat die Frankfurter Staatsanwaltschaft seit 1999 etwa 50 Verfahren gegen Prüfer und Vorführer eingeleitet, wovon ein großer Teil inzwischen gegen Zahlung von Geldauflagen eingestellt wurde.

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