Mehr als 20 Tote durch mysteriöse Lungenentzündungen in Südchina: Erster Todesfall durch SARS in Singapur

Mehr als 20 Tote durch mysteriöse Lungenentzündungen in Südchina
Erster Todesfall durch SARS in Singapur

Erstmals ist in Singapur ein Mensch an der mysteriösen Lungenkrankheit SARS gestorben. Das bestätigte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums am Mittwoch.

HB/dpa SINGAPUR/HONGKONG. Einzelheiten wurden zunächst nicht genannt. In dem tropischen Stadtstaat gibt es bislang 69 bekannte Fälle des Schweren Akuten Atemwegssyndroms. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO sind bisher 17 Menschen weltweit an der Krankheit gestorben.

Am Dienstag waren in Singapur rund 2 000 Schüler nach Hause geschickt worden, nachdem sie über Unwohlsein geklagt hatten. Zuvor hatten die Behörden knapp 750 Menschen zu Hause unter Quarantäne gestellt, die mit SARS-Patienten in Kontakt gekommen waren.

Mehr als 20 Tote durch mysteriöse Lungenentzündungen in Südchina

Mehr als 20 Menschen sind in der südchinesischen Provinz Guangdong an den mysteriösen Lungenentzündungen gestorben. Wie die Zeitung "South China Morning Post" im angrenzenden Hongkong am Mittwoch unter Berufung auf eine offizielle Quelle berichtete, gebe es täglich neue Krankheitsfälle. Die meisten Todesopfer hätten unter Verzögerungen in der Behandlung gelitten. Es gebe jetzt aber mehr Erfahrungen im Umgang mit diesen atypischen Lungenentzündungen.

Die Epidemie hat die Provinz Guangdong seit November heimgesucht. Bisher liegen nur offizielle Zahlen bis Februar vor. Danach waren 305 Menschen erkrankt und 5 gestorben. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) vermutet, dass das Schwere Akute Atemwegssyndrom (SARS) in Hongkong und 13 anderen Ländern wahrscheinlich in Südchina seinen Ursprung hatte. Wegen der restriktiven Informationspolitik der chinesischen Behörden gibt es aber kaum Angaben über die aktuelle Lage in Guangdong, wo es im Februar Panikreaktionen gegeben hatte. Erstmals ist in Singapur ein Mensch an der Lungenkrankheit SARS gestorben. Das bestätigte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums am Mittwoch. Einzelheiten wurden zunächst nicht genannt. In dem tropischen Stadtstaat gibt es bislang 69 bekannte SARS Fälle.

In Hongkong hatten mehr als 50 Schulen vor allem wegen der Sorge von Eltern vor einer Verbreitung der Lungenentzündungen geschlossen. "Acht Schüler haben sich infiziert, und alle haben sich außerhalb der Schule angesteckt, bei Verwandten oder durch andere Kontakte", sagte der Bildungsminister des Landes. Hongkong ist mit inzwischen 286 Infektionen und 10 Toten das Zentrum der rätselhaften Infektionen weltweit, die sich durch Reisende in andere Länder verbreitet haben.

Dutzende Schulen haben freiwillig die Pforten zumeist für eine Woche geschlossen, weil die Elternschaft besorgt ist. In anderen sind die Klassenräume halb leer, weil Eltern ihre Kinder lieber zu Hause halten, während die Zahl der Krankheitsfälle weiter steigt.

Die Hongkonger Gesundheitsbehörden suchten derweil nach mehr als 250 Passagieren eines Fluges nach Peking, nachdem neun Mitglieder einer Reisegruppe atypische Lungenentzündungen entwickelt hatten. Die Touristen saßen nahe einem 73-Jährigen, der sich unwohl gefühlt habe, nachdem er seinen Bruder in dem schwer betroffenen Prince of Wales Hospital in Hongkong besucht hatte. Zuerst war vermutet worden, die Reisenden hätten sich in Peking angesteckt.

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