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Mehr als 3000 Reiter beim «Blutritt» in Baden-Württemberg

Weingarten (dpa) - Bei der größten europäischen Reiterprozession sind am Freitag mehr als 3000 Menschen zum traditionellen Blutritt durch die Innenstadt von Weingarten (Baden-Württemberg) gezogen. Die Männerprozession findet jedes Jahr am Freitag nach Christi Himmelfahrt statt. Sie ehrt die Heilig-Blut-Reliquie, die seit 1094 im Besitz des Klosters Weingarten ist.

Bereits um vier Uhr am Morgen hatten die Feiern mit einer Reitermesse in der Basilika begonnen. Nach Übergabe der Reliquie an die Blutreiter zogen 100 Reitergruppen, begleitet von ihren Musikkapellen, durch die Straßen der Stadt. Auf ihrem Ritt durch angrenzende Fluren machten die «Blutreiter» an vier Altären Halt, um gemeinsam zu beten. Bereits am Vorabend hatten Zehntausende Pilger an einer Lichterprozession auf den Weingartener Kreuzberg teilgenommen.

«Der Weingartener Blutritt ist ein Phänomen, das ich so noch nicht erlebt habe», staunte Professor Zhuo Xinping, Direktor des Instituts für Weltreligionen, in Peking. Zhuo war auf Einladung von Bischof Gebhard Fürst zu Gast in der baden-württembergischen Stadt.

In diesem Jahr stand der Blutfreitag ganz im Zeichen eines Jubiläums: Vor 1200 Jahren wurde in der oberitalienischen Stadt Mantua das «Heilige Blut» entdeckt, von dem ein Teil 290 Jahre später in den Besitz des Klosters gelangte.

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