Mehr als 4 000 Stellen sollen gestrichen werden
Hoher Arbeitsplatzabbau und neue Risiken bei Bankgesellschaft Berlin

Der im Rahmen der Neuordnung der angeschlagenen Bankgesellschaft beabsichtigte Personalabbau nimmt immer größeren Umfang an.

dpa BERLIN. Zugleich tauchen nach Berichten Berliner Zeitungen neue Immobilienrisiken auf. Die Immobilientochter IBAG soll völlig umgebaut werden. Wie der "Tagesspiegel" (Mittwochausgabe) berichtet, sieht das Sanierungskonzept von Vorstandschef Wolfgang Rupf die Streichung von 4164 Stellen vor. Dies sei mehr als ein Viertel der bestehenden 15 564 Arbeitsplätze, heißt es auf Berufung interner Unterlagen. Allein 1500 Arbeitsplätze sollen bei der Berliner Bank und der Sparkasse entfallen. Unklar sei, wie die Schrumpfungskur durchgesetzt werden könne, da bis 2004 betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen seien.

Nach den bisherigen Planungen wollte die Bankgesellschaft in diesem Jahr die Personalstärke um 1600 auf 14 400 reduzieren. Nach anderen Informationen sollten dann in den nächsten beiden Jahren weitere 1000 Stellen entfallen.

Am wenigsten betroffen vom Arbeitsplatzabbau sei der umstrittene Immobilienbereich des Konzerns, schreibt der "Tagesspiegel". Der angekündigte Verkauf des für die Milliardenrisiken verantwortlichen Geschäftsfeldes solle erst mittelfristig erfolgen.

Bei der IBAG sind nach Angaben der "Berliner Morgenpost" (Mittwochausgabe) zusätzliche Fondsrisiken von 300 Mill. ? (588 Mio DM) aufgetaucht, für die es bisher noch keine Sicherheiten gebe. Bisher hätten bereits rund eine Milliarde Euro für langfristige Garantien im Fondsgeschäft zurückgestellt werden müssen. Zudem habe die Beratungsgesellschaft Roland Berger noch neue Risiken von 250 Mill. ? offen gelegt. Roland Berger schlage den kompletten Umbau der IBAG vor.

Die Landesbank wird nach Informationen der "Berliner Zeitung" (Mittwochausgabe) trotz immens hoher Wertberichtigungen von 1,19 Mrd. DM für das vergangene Jahr noch einen Gewinn von 140 Mill. DM ausweisen. Neben der Berlin Hyp mit ihrem Jahresverlust von rund einer Milliarde DM schreibe auch die Bankgesellschaft Berlin als dritte Teilbank des Konzern tief rote Zahlen. Nach Kredit- Wertberichtigungen von 569 Mill. DM liege der Verlust mit 952 Mill. DM ebenfalls knapp unter der Milliardengrenze.

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