Mehr als 40 vorläufige Gebote für Teile von KPNQwest
Belgiens KPNQwest-Mitarbeiter drohen mit Netzabschaltung

Die Beschäftigten im belgischen Netzbetrieb der insolventen KPNQwest NV, Amsterdam, haben damit gedroht, das Ebone-Glasfasernetz an diesem Freitag um 17.00 Uhr MESZ herunterzufahren.

vwd LONDON. Sollte es bis dahin kein sicheres Übernahmeangebot geben, werde das Netz abgeschaltet, sagte ein Vertreter der 350 Beschäftigten, die das Ebone-Netz seit ihrer fristlosen Kündigung am Freitag vergangener Woche in Eigenregie betreiben, der "Financial Times". Die Gläubiger werden im Tagesverlauf darüber entscheiden, welcher Anteil der mittlerweile eingetriebenen Forderungen des Netzbetreibers auf die einzelnen Konzernteile entfällt.

Aus einer unternehmensnahen Quelle habe es geheißen, es seien ausreichend Mittel vorhanden, um den Netzbetrieb einige Wochen fortzuführen. Die Gläubiger hoffen, die Ebone-Beschäftigten mit einem Teil der Mittel davon abhalten zu können, dass sie das Netz abschalten. Ein herunter gefahrens Netz würde die Verkaufschancen mindern, befürchten sie. Im Fall Ebone heißt es von Seiten der zuständigen Gewerkschaft, nur ein Verkauf könne die Arbeitsplätze erhalten. Alles andere sei für die Mitarbeiter inakzeptabel. Das deutsche Netz unter Regie von KPNQwest Germany wäre von einer Abschaltung von Ebone nicht betroffen.

Laut dem Zeitungsbericht gibt es mehr als 40 vorläufige Gebote für Teile von KPNQwest oder das Unternehmen als Ganzes. Das insolvente Unternehmen sichtet diese derzeit mit ihrem Berater Bear Stearns und wird in der nächsten Woche über den Fortgang des Verkaufs informieren. Unter anderem betrifft dies die Gruppierung der Vermögenswerte. Der belgische Ex-Telekom-Monopolist Belgacom SA, Brüssel, hat nach einem Bericht der Zeitung "L'Echo" jegliches Interesse an KPNQwest verneint.

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