Mehr als 800 000 Besucher erwartet
Autowelt blickt nach Frankfurt

Nach der langen Talfahrt auf dem deutschen Automarkt hofft die Automobilindustrie zur 60. Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt wieder auf ein wachsendes Interesse bei ihren Kunden.

HB/dpa FRANKFURT. Zu der elftägigen Autoschau vom 11. bis zum 21. September erwarten die Veranstalter mindestens 850 000 Besucher und damit rund 40 000 mehr als vor zwei Jahren. Damals war die Ausstellung von den Terroranschlägen des 11. September in den USA überschattet worden.

Leicht rückläufig ist nach Angaben des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) allerdings die Zahl der Aussteller. Statt 1070 haben sich nur noch 1000 angemeldet. Während die Zahl der deutschen Aussteller wächst, sinkt die Beteiligung der Ausländer. Von den größeren Autoherstellern wird nur das englische Unternehmen MG Rover fehlen. Insgesamt kommen die Anbieter aus 42 Ländern.

Als Publikumsmagnete gelten unter anderem der Golf V von Volkswagen und der neue Opel Astra. Aber auch andere Hersteller wie BMW, DaimlerChrysler, Ford und Porsche warten mit Neuheiten auf. Neben Personenwagen und Kleinbussen werden auch Motorräder, Autozubehör und Dienstleistungen "rund ums Auto" vorgestellt. Die Besucher bekommen nach Angaben des VDA 125 Weltneuheiten zu sehen.

Die 59. IAA vor zwei Jahren war stark von den Terroranschlägen des 11. September geprägt. Sie hatten nicht nur die Eröffnungsfeiern, sondern die alle Messetage überschattet. Für dieses Jahr - der 2. Jahrestag der Anschläge fällt mit dem offiziellen Eröffnungstag zusammen - haben die Veranstalter erheblich verschärfte Sicherheitsvorkehrungen angekündigt.

Zur Eröffnung der 60. IAA wird auch Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) in Frankfurt erwartet. Rund 10 000 Journalisten aus dem In- und Ausland haben sich angekündigt, um über die neuen Produkte der Autobauer und Zulieferer zu berichten. Die Messe zählt gemeinsam mit den Autosalons in Paris und Tokio zu den "Top 3" der Welt. Zu den wichtigsten Ausstellerländern gehören neben Deutschland in diesem Jahr - gemessen an der Zahl der Anbieter - Italien, Japan, die USA, Frankreich und China.

Das Motto "Faszination Auto" unterstreicht nach den Worten des VDA-Geschäftsführers Kunibert Schmidt, dass das Auto ein High-Tech- Produkt geworden ist. Die Innovationen in Technik, Komfort, Sicherheit, Umweltverträglichkeit und Design bewegten sich auf einem bislang unerreichten Niveau. Jährlich stecke die deutsche Autoindustrie 15 Mrd. ? in Forschung und Entwicklung.

Die IAA findet seit 52 Jahren in Frankfurt statt. Zwar buhlen immer wieder andere Messestandorte um die lukrative Autoausstellung - allerdings bislang ohne Erfolg. Bis zum Jahr 2005 ist die IAA noch vertraglich an Frankfurt gebunden.

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