Mehr als eine Million Menschen umgesiedelt
China nimmt „Drei-Schluchten-Staudamm“ in Betrieb

China hat den "Drei-Schluchten-Staudamm" am Jangtse-Fluss in Betrieb genommen, der zum weltweit größten Wasserkraftwerk ausgebaut werden soll.

Reuters PEKING. Die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua meldete, bis Sonntagvormittag seien 19 von 22 Schleusentoren des Dammes in Yichang (Provinz Hubei) geschlossen worden. Der mächtige Jangtse soll bis auf eine Länge von 600 Kilometern aufgestaut werden.



Da mehrere Schleusentore bereits vor einigen Tagen geschlossen wurden, lag der Wasserspiegel an Sonntagmorgen bereits bei 106 Metern. Bei Fertigstellung soll das Wasser auf 175 Meter gestiegen sein. Begonnen wurde das Projekt mit Kosten von umgerechnet etwa 21 Milliarden Euro im Jahr 1993. Im August sollen zwei 700 Megawatt starke Generatoren in Betrieb genommen werden, bis zum Jahr 2009 sollen es 26 Turbinen mit einer Leistung von 18.200 Megawatt sein.

Nach Ansicht der chinesischen Regierung wird das Projekt eine entscheidende Rolle bei der Stromversorgung des Landes spielen und den 6300 Kilometer langen Jangtse kontrollieren helfen. Im den vergangenen hundert Jahren sind Hunderttausende von Menschen bei Überschwemmungen ums Leben gekommen. Kritiker des Dammprojektes befürchten nun aber eine ökologische Katastrophe. Aus den gefluteten Städten, Dörfern, Fabriken und Krankenhäusern geschwemmte Giftstoffe würden den Stausee verschmutzen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%