Mehr als geplant
KPN verbucht hohe Abschreibung auf E-Plus

Der niederländische Telekommunikationskonzern KPN will für den Kauf der deutschen Mobilfunktochter E-Plus eine höhere Firmenwertabschreibung vornehmen, als bislang geplant.

Reuters AMSTERDAM. KPN bezifferte die auf den Konzern entfallende Abschreibungssumme für das Jahr 2001 am Donnerstag auf 12,4 Mrd. Euro. Bislang war das hoch verschuldete Telekomunternehmen von einer Abschreibung in Höhe von neun bis elf Mrd. Euro ausgegangen. Insgesamt schlägt der E-Plus-Goodwill bei der Mobilfunksparte KPN Mobile den Angaben zufolge mit 13,7 Mrd. Euro zu Buche. Einen Teil davon übernehme aber der japanische Mobilfunkbetreiber NTT DoCoMo, der 15 % an KPN Mobile hält, teilte der Konzern mit.

Die Milliarden-Abschreibung gilt als weiteres Anzeichen für den enormen Wertverlust der Unternehmen in der Telekommunikations-Branche.

KPN hatte vor drei Jahren 77,5 % am drittgrößten deutschen Mobilfunkbetreiber erworben und dafür 18,7 Mrd. Euro bezahlt. Der Kauf des restlichen 22,5-Prozent-Anteils an E-Plus von bisherigen Miteigentümer, dem US-Konzern Bell South, sei inzwischen abgeschlossen, hieß es ferner. Dabei seien 234,7 Mill. neuer Aktien im Tausch für den Anteil ausgegeben worden.

Analysten rechnen nach der E-Plus-Abschreibung bei KPN mit einem Jahresverlust auf Rekordhöhe. Der Konzern will seine Geschäftszahlen für 2001 am Montag vorlegen.

KPN-Aktien brachen am Donnerstagvormittag an der Amsterdamer Börse um 4,31 % auf 5,11 Euro ein, während der Vergleichsindex DJ Stoxx Telecoms mit minus 0,05 % leichter tendierte.

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