Mehr Arbeitslose
Nasdaq verliert über zwei Prozent

Viele negative Unternehmensnachrichten belasten die Märkte: Neben Gewinnwarnungen auf dem High-Tech-Sektor gibt es Entlassungen im Einzelhandel. Neue Wirtschaftsdaten deuten auf eine weitere Abkühlung der US-Wirtschaft hin.

NEW YORK. Die Anzahl der Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung stieg in der vergangenen Woche unerwartet stark an. Statt der prognostizierten 350 000 Anträge medleten sich sogar 372 000 Personen arbeitslos. Zusätzlich stieg das persönliche Einkommen im Januar um 0,6 Prozent und damit 0,1 Prozent stärker als erwartet an, doch blieben die persönlichen Ausgaben mit einem Anstieg von 0,7 Prozent leicht hinter den Schätzungen des Marktes zurück.

Der nationale Einkäufer-Index für Februar blieb leicht unter den Erwartungen von 42 Punkten zurück. Der Indikator deutet ebenfalls auf eine weiterhin abkühlende US-Wirtschaft hin. Er misst die Geschäftsaktivitäten in der verarbeitenden Industrie. Doch New Yorks Aktienmärkte haben am Morgen nicht nur die Wirtschaftsdaten sondern auch eine Reihe unerfreulicher Unternehmensnachrichten zu verarbeiten.

Nach dem gestrigen Handelsschluss warnten Gateway und 3 Com vor enttäuschenden Quartalszahlen. Gateway korrigierte die Prognosen bereits zum zweiten Mal nach unten. Der zweitgrößte Direktverkäufer von Computern wird im laufenden Quartal statt des ursprünglich prognostizierten Gewinns von 17 Cents pro Aktie lediglich den Break-Even erreichen. Neben Gateway notiert auch Dell in der Verlustzone.

3Com büßt ebenfalls an Wert ein. Statt des Fehlbetrags von 80 Millionen bis 100 Millionen Dollar rechnet das Mutterunternehmen von Palm nun mit einem Verlust von 235 Millionen bis 245 Millionen Dollar. Sowohl 3Com als auch Gateway machen die schlechte wirtschaftliche Lage in den Vereinigten Staaten für die trostlose Geschäftsentwicklung verantwortlich. Beide Aktien verlieren an Wert. Broadcom gerät ebenfalls untere Druck, nachdem die Analysten von Merrill Lynch die Aktie von "kurzfristig akkumulieren" auf "halten" abgestuft haben. 3 Com ist einer Broadcoms größten Kunden.

Ebenfalls unter Druck geraten die Aktien von Fluglinien, nachdem US Airways am Morgen die Anleger mit einer Gewinnwarnung schockt. Die Fluggesellschaft wird im ersten Quartal die Gewinnerwartungen 1,12 Dollar pro Aktie weit verfehlen. Schuld an der Misere seien die rückläufigen Passagierzahlen. Doch auch hohe Kerosinpreise und der härtere Wettbewerb würden das Unternehmensergebnis belasten. In Erwartung dieser Entwicklung senkte Goldman Sachs die Prognosen unter anderem für AMR, Southwest Airlines und Delta Airlines.

In Bewegung gerät am Morgen auch der Einzelhandelssektor. Während Circuit City und Wal-Mart Entlassungen melden, freut sich Tiffanys über zufriedenstellende Quartalszahlen. Die bekannte Juwelierkette konnte die Gewinnerwartungen der Analysten im vergangenen Quartal mit einem Gewinn von 56 Cents pro Aktie erfüllen. Schade nur, dass der Einzelhändler sein Ergebnis im Vergleich zum Vorjahresquartal nicht steigern konnte.

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