Mehr Arbeitsplätze: Thyssen-Krupp-Werften gut ausgelastet

Mehr Arbeitsplätze
Thyssen-Krupp-Werften gut ausgelastet

Die drei Werften des Thyssen-Krupp-Konzerns gehen mit einem gesunden Auftragspolster in die Zukunft. Die Reparatur- und die Neubauwerft Blohm+Voss in Hamburg sowie die Nordseewerke in Emden konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr (30.9.) Aufträge über 728 Millionen Euro in ihre Bücher nehmen, teilte die Thyssen-Krupp Werften GmbH am Donnerstag in Hamburg mit.

HB/dpa HAMBURG. Das waren mehr als doppelt so viel wie im Jahr davor. Die Kapazitäten der Werften seien damit bis ins Jahr 2004 ausgelastet, heißt es im Geschäftsbericht.

Der Auftragsbestand von 3,3 Milliarden Euro setzt sich mittlerweile fast ausschließlich aus Militärschiffen zusammen. Im zivilen Schiffbau ist nur noch ein mittelgroßes Containerschiff in Emden in Auftrag. Der große Rest des Auftragsbestands betreffe Fregatten, Korvetten, Patrouillenschiffe und U-Boote. Dennoch will Blohm+Voss nicht zu einer reinen Militärwerft werden. "Wir wollen unsere Marktchancen sowohl im militärischen als auch im zivilen Bereich wahren", schreibt das Unternehmen. Ein Megayacht-Projekt im Bereich über 90 Meter könnte sich demnächst realisieren. Die Neubau- Werft Blohm+Voss brauche in diesem Jahr neue Aufträge, um Auslastung und Ergebnis zu sichern.

Im vergangenen Jahr stiegen die Umsätze der Werften des Thyssen-Krupp-Konzerns um 20 Prozent auf 507 Millionen Euro. Die Umsätze schwanken jedoch sehr stark, je nach Abrechnung der Schiffe. Die aussagefähigere Gesamtleistung kletterte um 26 Prozent auf 861 Millionen Euro. Alle drei Werften erwirtschafteten Gewinne, die jedoch zusammengenommen unter dem Vorjahr lagen. Die Konzernmutter Thyssen-Krupp erhält 11,8 Millionen Euro, nach 18 Millionen Euro im Jahr davor.

Gegen den allgemeinen Trend auf dem Arbeitsmarkt haben die drei Werften mehr als 100 neue Arbeitsplätze geschaffen und beschäftigen nun 3086 Mitarbeiter, davon jeweils rund die Hälfte in Emden und Hamburg. Bei den Angestellten gebe es auf dem Arbeitsmarkt nach wie vor einen Mangel an hoch qualifizierten Spezialisten für Schiffbau und Waffentechnik, heißt es in dem Geschäftsbericht.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%