Mehr Arbeitsvermittler gefordert
Industrie will moderate Lohnrunde

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) fordert mit Nachdruck für das kommende Jahr eine moderate Lohnrunde. Es könne nicht mehr verteilt werden, als die Wirtschaft an Ertrag erbringe, sagte BDI-Präsident Michael Rogowski am Dienstag im ZDF -"Morgenmagazin".

ddp BERLIN. Der Produktivitätsfortschritt müsse als Maßstab genommen werden. "Sonst kommen wir nie runter von der hohen Arbeitslosigkeit", betonte er. Rogowski unterstrich die Bereitschaft der Industrie zu einer neuen Runde im Bündnis für Arbeit. Auch hier müsse die Lohnpolitik Thema sein. Darüber hinaus sollten nach Ansicht des BDI-Präsidenten "Strukturthemen" besprochen werden. Notwendig seien Reformen der mittelstandsfeindlichen Steuerlandschaft , der Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung. Die Rentenreform gehe nicht weit genug. Auch müsse etwas gegen den überregulierten Arbeitsmarkt getan werden.

Die CDU-Sozialausschüsse (CDA) plädieren derweil für eine radikale Umorganisation der Bundesanstalt für Arbeit. Der "Neuen Osnabrücker Zeitung" sagte der CDA-Vorsitzende Hermann-Josef Arentz, die Behörde sei gänzlich ungeeignet, die Massenarbeitslosigkeit wirksam zu bekämpfen. So müsse die Zahl der Vermittler von 8 000 auf mindestens 20 000 aufgestockt werden. Die von Bundesarbeitsminister Walter Riester (SPD) geplante Erhöhung der Vermittlerzahl um 2 000 sei völlig unzureichend und zeuge nur von politischer Mutlosigkeit, kritisierte Arentz.

Der Hauptgeschäftsführer des Mineralölwirtschaftsverbandes, Peter Schlüter, rechnet unterdessen damit, dass die fallenden Ölpreise die Bundesbürger in diesem Jahr voraussichtlich um 15 Milliarden Mark entlasten werden, wie er der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" sagte.

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