Mehr Aufträge vom Staat und Unternehmen
CSC-Zahlen lassen IT-Dienstleister hoffen

Unternehmen geben wieder mehr Geld für IT-Dienstleistungen aus. Davon profitiert der US-Konzern Computer Sciences Corp. (CSC), hinter IBM und EDS der weltweit drittgrößte IT-Dienstleister.

Unternehmen und Märkte

jkn FRANKFURT/M. Der US-Konzern hat mit guten Quartalszahlen der Branche neue Hoffnung verliehen. CSC konnte seinen Umsatz im vierten Quartal (zum 2. April) um 30 % auf rund 4 Mrd. Dollar steigern. Im gesamten Jahr steht ein Umsatzplus von 30 % auf 14,8 Mrd. Dollar in den Büchern. Das Nettoergebnis betrug 519 Mill. Dollar.

"Wir haben in einem herausfordernden Jahr Marktanteile hinzugewinnen können", zeigte sich Van B. Honeycutt, der CEO von CSC, zufrieden. Für das laufende Jahr erwartet er ein Umsatzplus von 8 bis 10 %. Bei Analysten und Investoren stießen die Zahlen und der Ausblick auf eine positive Resonanz. Die CSC-Aktie legte deutlich zu.

Vor allem zwei Entwicklungen fallen ins Auge. Zum einen konnte CSC im vierten Quartal einen ansehnlichen free Cash-flow von 528 Mill. Dollar erwirtschaften. Er bezeichnet die Mittel, die dem Unternehmen nach Abzug der Sachinvestitionen bleiben. IT-Dienstleister, die wie CSC stark auf das Geschäft mit Outsourcing setzen, benötigen diese Gelder, da die ausgelagerten Dienstleistungen hohe Anfangsinvestitionen erfordern.

Zum anderen zeichnet sich nach langer Durststrecke ab, dass die Unternehmen wieder mehr Geld für IT-Dienstleistungen ausgeben. Zwar stammt ein Großteil des CSC-Zuwachses aus dem Geschäft mit der öffentlichen Hand und hier vor allem dem Verteidigungsbereich. Die Umsätze schnellten hier um 70 % auf 988,8 Mill. Dollar in die Höhe. Doch auch die mit Unternehmen erzielten Erlöse legten um 13 % auf 2,36 Mrd. Dollar zu.

Damit geben die CSC-Zahlen der Hoffnung frische Nahrung, dass auch die IT-Dienstleister von den langsam wieder anziehenden IT-Ausgaben der Unternehmen profitieren könnten. Die Branche kämpft seit Jahren mit einer rückläufigen Nachfrage, Überkapazitäten sowie einem heftigen Preiswettbewerb.

Dabei können offensichtlich auch die europäischen Dienstleister wieder etwas mehr Mut fassen. Schließlich wuchsen die europäischen Umsätze von CSC im vierten Quartal um immerhin 28,5 %. Das ist in erster Linie auf große Outsourcing-Aufträge etwa in Großbritannien und Dänemark zurückzuführen. In Deutschland blieben die Umsätze nach Angaben eines Sprechers der Tochter CSC Ploenzke stabil. Allerdings sei auch hier das Auftragsbuch im Bereich Outsourcing für die kommenden Monate gut gefüllt.

Quelle: Handelsblatt Nr. 097 vom 19.05.04 Seite 19

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