Mehr Emotionalität für die Marke – Verbessertes Design
Opel versucht mit dem Vectra den Neuanfang

Der neue Opel-Chef Carl-Peter Forster wird sich auf das nächste Frühjahr freuen. Wenn die trüben Wintermonate vorbei sein werden, bringt der Rüsselsheimer Automobilhersteller sein neues Mittelklasse-Modell Vectra auf den Markt.

pha RÜSSELSHEIM. Das neue Auto soll die aktuellen Probleme vergessen lassen: Opel macht im Moment mehr Schlagzeilen mit der Drosselung der Produktion und dem damit verbundenen Stellenabbau.

Alle Opel-Modelle mit Ausnahme des kompakten Minivans Zafira bewegen sich in den Zulassungsstatistiken auf der Kriechspur. Und sieht man einmal vom jugendlichen Sportwagen "Speedster" ab, fehlt nahezu jedem Opel jener Schuss Emotionalität, ohne den sich heute kaum noch ein Auto verkaufen lässt.

Der neue Vectra muss die Wende einläuten, Opel-Chef Forster setzt schließlich hohe Erwartungen in das Auto. Er hat selbst die Markteinführung des Mittelklassemodells um ein halbes Jahr verschoben, weil er von Beginn an ein tadelloses Automobil ins Rennen schicken wollte. Denn genau daran mangelte es zuletzt bei Opel.

Doch nun soll alles besser werden. Wieviel vom neuen Vectra für das Unternehmen abhängt, weiß man in Rüsselsheim nur zu gut. Entsprechend ehrgeizig gingen Entwickler und Designer ans Werk. Die alte Opel-Botschaft "Spitzentechnik zu bezahlbaren Preisen" hatte bei der Entwicklung absolute Priorität. Mehr noch: Fahrdynamik, Komfort, Sicherheit und Fahrfreude sollten die bestehenden Opel-Tugenden Solidität, Langlebigkeit und geringe Unterhaltskosten ergänzen.

Und so ist der neue Vectra stattlicher und markanter geworden - mit einem Karosseriedesign, über das man im positiven Sinne streiten kann. Keine Spur mehr von stilistischer Beliebigkeit. Statt dessen dominante Doppelstock-Leuchten vorn und ein kantiges Heck mit amerikanisch anmutenden Stilelementen. Verwechseln wird man ihn kaum, den neuen Vectra.

Nicht nur das dominante Heck lässt auf einen üppigen Kofferraum schließen. Der gewachsene Radstand (plus 60 mm) sowie die breitere Spur und die höhere Dachlinie (plus 52 mm) signalisieren deutlich mehr Platz im Innenraum. Auch im Interieur zeigt sich der neue Anspruch des Vectra durch die Auswahl der verwendeten Materialien, ganz besonders aber die auf Wohlbefinden und Sicherheit ausgerichteten Ausstattungen.

Eine Klimaautomatik mit Luftgütesensor, ein breites Angebot an Audio- und Telefonanlagen mit bester Klangqualität, achtfach elektrisch verstellbare Frontsitze oder Details wie Regensensor und elektronische Einparkhilfe sind nur einige technische Leckerbissen im neuen Vectra. Dem Insassenschutz dienen Front-, Seiten- und Kopfairbags. Das patentierte "Pedal-Release- System" schützt den Fahrer bei einem Unfall vor Fuß- und Beinverletzungen.

Der neue Vectra debütiert zunächst als viertürige Stufenheck-Limousine mit zwei Vierzylinder-Benzinern (122 und 147 PS) sowie zwei Dieselmotoren (100 und 125 PS) im März 2002 auf dem Genfer Automobil Salon. Einen Monat später sollen die ersten Exemplare des neuen Autos an die Händler ausgeliefert werden.

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