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Mehr Erhard, Gerhard!

Ja, ja, wer zuletzt lacht ...! Mein Gott, war das eine Nacht! Das Beste an dieser Wahl ist – aus Börsensicht – dass sie hinter uns liegt.

Ja, ja, wer zuletzt lacht ...! Mein Gott, war das eine Nacht! Das Beste an dieser Wahl ist - aus Börsensicht - dass sie hinter uns liegt. Ich habe eine Flasche Schampus gewonnen, eine Wette mit einem Frankfurter Banker. Aber was hat die Wirtschaft, was unsere Republik gewonnen oder verloren?

"Börsianer haken Rot-Grün ab - Weitere Kursentwicklung wird durch Krisen und USA vorgegeben." So stand es im Handelsblatt, vor genau vier Jahren. Eine ähnliche Headline könnte man auch heute formulieren, obwohl die wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen ganz anders sind als 1998. Ob und wie sich eine Bundestagswahl auf die Börse auswirkt, hängt letztlich vom Umfeld insgesamt und von der Erwartungshaltung der Marktteilnehmer ab.

Fest steht jetzt: Ab sofort rückt die Wahl selbst weiter in den Hintergrund. Und das Ergebnis ist keine neue, zusätzliche Belastung für den deutschen Kapitalmarkt, es ist auch keine besondere Überraschung - aber: Analysten und Anlagestrategen werden genau beobachten, was die neue - alte - Regierung zur Lösung der drängenden wirtschaftlichen Probleme macht. Bis auf Weiteres richtet die Börse ein Auge auf die weltpolitische Entwicklung und das andere auf die Stimmung in unserer Wirtschaft. Erst wenn es erste Anzeichen eines wieder aufkeimenden Optimismus gibt, wird sich die Börse wieder nach oben orientieren.

Übrigens: Börsenchef Seifert hat bereits im Frühjahr 2000 einen Brief an den Kanzler geschrieben; der Text wurde jetzt erneut veröffentlicht. Seiferts Schlussappell möchte ich mich anschließen: "Mehr Erhard, Gerhard!"

Machen Sie?s gut - bis morgen!

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