Mehr Flüge auf alten und neuen Strecken angekündigt
Lufthansa will europäischen Flugverkehr ausbauen

Mit dem Einsatz neuer 70-sitziger Flugzeuge will die Lufthansa den innereuropäischen Regionalflugverkehr ausbauen. "Wegen der großzügig bemessenen Reichweite der Maschinen können neue Strecken für Direktflüge nach Süd-, Nord- und Osteuropa erschlossen werden", sagte der Geschäftsführer der Konzerntochter Lufthansa CityLine, Thomas Dräger, am Dienstag in Berlin. Konkrete Verbindungen sollen demnach bis März 2001 erarbeitet werden. Dräger kündigte darüber hinaus Frequenzsteigerungen auf bereits bestehenden Routen an.

ap BERLIN. "Wir erwarten im regionalen Flugverkehr Wachstumsraten im zweistelligen Bereich", sagte der Geschäftsführer. Gerade bei Verbindungen, die nicht über Drehkreuze wie Frankfurt am Main führten, steige die Nachfrage überproportional an. Die Anschaffung von zwanzig Flugzeugen vom Typ Canadair Regional Jet CRJ 700 sei deshalb eine Reaktion auf die "erfreuliche" Entwicklung der Verkehrsströme in diesen Märkten. Besonders auf langen europäischen Nonstop-Verbindungen wie Köln - Madrid oder Hamburg - Wien habe die Kapazität der bisher eingesetzten 50-sitzigen Jets nicht mehr ausgereicht.

Laut Dräger will Lufthansa CityLine ab kommenden Jahr 20 der 70-sitzigen Maschinen vom Typ Canadair Regional Jet CRJ 700 in Betrieb nehmen. Die vom kanadischen Unternehmen Bombardier hergestellten Flugzeuge seien wirtschaftlicher als die bisher eingesetzten 50-Sitzer. Außerdem gab Dräger die Bestellung von 60 ebenfalls mit 70 Plätzen ausgestatteten Flugzeugen vom Typ Fairchild Dornier 728 bekannt. Auf den Kauf weiterer 60 Maschinen bestehe eine Option. Die in Deutschland gebauten Jets sollen ab 2003 zum Einsatz kommen.

Dräger unterstrich die Bedeutung der Regionalflug-Tochter Lufthansa CityLine innerhalb der strategischen Allianz des Lufthansa-Konzerns mit 13 weiteren Fluggesellschaften. Lufthansa CityLine stelle eine Vernetzung der Regionen sicher und gewähre den Anschluss an die internationalen Drehkreuze. Dies werde gerade im Zeitalter des Internets zunehmend wichtiger. "Virtuelle Vernetzung auf elektronischem Wege braucht eine reale Entsprechung im Luftverkehr", erklärte Dräger. Der Ausbau des E-Business bedinge einen Aufschwung der Logistikbranche und mache den Luftverkehr zu einer Schlüsselindustrie.



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