Mehr Grenzkontrollen
Eichel verstärkt Fahndung nach Schwarzgeldsündern

Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) erhöht den Fahndungsdruck auf Schwarzgeldsünder, die noch rechtzeitig vor Einführung des Euros unversteuertes Bargeld ins Ausland schaffen wollen. Nach Aussage der Deutschen Steuer-Gewerkschaft hat Eichel die Grenzkontrollen zur Schwerpunkttätigkeit erklärt.

DÜSSELDORF. "Dadurch werden die Grenzaufgriffe durch mobile Zollkontrolleure in nächster Zeit drastisch zunehmen", sagte Gewerkschaftschef Dieter Ondracek dem Handelsblatt. Schon im Jahr 2000 habe sich die Zahl mit 2000 Fällen gegenüber dem Vorjahr verzehnfacht. "In diesem Jahr setzt sich dieser Trend noch in großem Tempo fort".

Hintergrund ist die Euro-Einführung zum Jahreswechsel. Diese zwingt Schwarzgeldbesitzer, ihre Bargeldbestände aufzulösen und in den regulären Finanzkreislauf einzuspeisen. Um in Deutschland nicht auffällig zu werden, reisen viele ins benachbarte Ausland, um dort das Geld auf Konten einzuzahlen, damit es zum Jahreswechsel auf Euro umgetauscht wird.

Der Präsident des Deutschen Steuerberaterverbands, Jürgen Pinne, empfiehlt Steuersündern, eine strafbefreiende Selbstanzeige in Betracht zu ziehen. Trotz Steuern und Zinsen bleibe so "immerhin noch etwas mehr übrig, als wenn das Geld verbrannt würde", sagte Pinne dem Handelsblatt.

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