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Mehr Kilometergeld für Fahrten mit Privat-PKW geplant

Die Bundesregierung will nach der Pendlerpauschaule für Fahrten zum Arbeitsplatz auch das Kilometergeld für Dienstfahrten mit dem Privat-Auto erhöhen.

Reuters BERLIN. Der Betrag von bisher 52 Pfennig solle auf 58 Pfennig pro Kilometer steigen, sagte eine Sprecherin des Finanzministeriums am Donnerstag in Berlin. Damit solle mehr Anreiz für die Benutzung des Privat-Pkw geschaffen werden. Das Kilometergeld sei zuletzt 1991 angehoben worden. Auch Firmen könnten ihren Mitarbeitern dann 58 Pfennig pro Kilometer für Dienstfahrten mit dem Privat-Pkw erstatten und pauschal von der Steuer absetzen. Nach Angaben des Ministeriums soll die Erhöhung bereits ab diesem Jahr greifen. Dies werde zu Steuer-Mindereinnahmen von rund 60 Mill. DM im Jahr führen, hieß es.

Zwar dürfen Arbeitnehmer bereits heute ihre tatsächlichen Fahrtkosten steuerlich geltend machen. Um die Abrechnung zu vereinfachen, hatte das Bundesfinanzministerium aber den Firmen eine Pauschale von 52 Pfennig eingeräumt, die jetzt erhöht werden soll. Firmen erstatten nach Angaben der Deutschen Steuergewerkschaft (DSTG) ihren Arbeitnehmern Fahrtkosten daher meist in dieser Höhe. Arbeitnehmer könnten jetzt mit einer Erhöhung rechnen, sagte DTSG-Vorstand Dieter Ondracek.

Bayern und Baden-Württemberg planen ebenfalls, ihren Landesbediensteten künftig statt 52 und 58 Pfennig zu erstatten. Daher sei die Erhöhung der Pauschale für Firmen folgerichtig, sagte ein Sprecher des bayerischen Finanzministeriums. Die Neuregelung kann ohne Zustimmung des Bundesrats in Kraft treten.

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