Mehr Leistung - weniger Verbrauch
Elektronik wie im Tornado-Kampfjet

Der 7er BMW setzt neue Maßstäbe: In dessen Motor übernimmt die Elektronik nicht mehr nur die Steuerung von Zündung und Benzineinspritzung, sondern auch von Ventilöffnung und Saugrohrlänge. Resultat laut BMW: mehr Leistung weniger Verbrauch. Im Mercedes SL überträgt die Elektronik sogar erstmals die Informationen vom Bremspedal zur Bremse.

dpa FRANKFURT. Der Platz auf den Straßen wird immer enger, doch die Autos, die sich den Raum teilen müssen, werden immer größer. Keine wichtige Modellneuheit auf der Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt, die ihr Vorgängermodell nicht um Längen übertrifft. Ähnlich unzeitgemäß muten auch zwei andere Trends bei den neuesten Automobilkreationen an.

Den beiden deutschen Renommiermarken Mercedes und BMW blieb es Vorbehalten, die Ausstattung ihrer neuen Luxusmodelle SL-Coupe und 7er Reihe mit elektronischen Bauteilen auf die Spitze zu treiben. "Elektronik wie ein Tornado-Kampfjet" bescheinigen Tester des Fachblatts "Auto Motor und Sport" dem 7er aus München. In dessen Motor übernimmt die Elektronik nicht mehr nur die Steuerung von Zündung und Benzineinspritzung, sondern auch von Ventilöffnung und Saugrohrlänge. Resultat laut BMW: mehr Leistung weniger Verbrauch.

Der Mercedes SL wird elektronisch gebremst

Im Mercedes SL überträgt die Elektronik sogar erstmals die Informationen vom Bremspedal zur Bremse. Sensoren steuern je nach Heftigkeit des Tritts aufs Pedal den Bremsdruck an den Rädern. Im Zusammenwirken mit dem Stabilitätsprogramm ESP und dem Antiblockiersystem ABS sollen sie das Bremsen unübertroffen sicher machen. So ganz scheinen die Mercedes-Techniker den elektronischen Heinzelmännern aber doch nicht zu trauen: Zu den Vorderrädern verlegten sie zusätzlich eine hydraulische Notverbindung falls der Strom mal ausfällt oder ein anderer Defekt die Elektronik stört.

Wer sich auf der IAA bei BMW, Mercedes und Porsche am Luxus für sechsstellige Preise sattgeträumt hat, kann sich dann bei Ford, VW und vielen Importeuren wieder dem Alltag zuwenden: Bei VW feiert die Neuauflage des Kleinwagens Polo Premiere. Der ist allerdings mit 3,90 Metern Länge dem traditionellen Kleinwagensegment entwachsen und macht bald dem größeren Bruder Golf als familientaugliches Gefährt Konkurrenz. Trotz der neuen Größe soll der Polo an Gewicht verloren haben, was dem Spritverbrauch ebenso zugute kommt wie der erste Dreizylinder-Benzinmotor des Unternehmens.

Erstmals Fiesta mit Common-Rail-Technik

Auf den selben Kundenkreis wie VW mit dem Polo spekuliert Ford mit seinem neuen Fiesta. In den Abmessungen ist er fast identisch mit dem Polo. Das Hauptaugenmerk galt auch bei Ford der Verringerung des Kraftstoffverbrauchs. Erstmals bekommt der Fiesta einen Dieselmotor mit der vorteilhaften Common-Rail-Einspritzung, die den Spritkonsum und den Schadstoffausstoß verringert. Der 68-PS-Motor ist in Zusammenarbeit mit dem französischen Peugeot-Konzern entstanden, der sich selbst auf der IAA als Vorreiter der Dieselmotorentechnik mit Rußfilter darstellt.

Ohne neue Baureihen kommen von den deutschen Großserienherstellern Audi und Opel nach Frankfurt. Während Audi noch eine Cabrio- und eine Kombi-Variante des Mittelklassewagens A vier zu bieten hat, begnügt sich Opel mit zwei Modellstudien und einer Kombi-Version des Kleinwagens Corsa.

Unter den ausländischen Herstellen bieten die tschechische VW - Tochter Skoda, Citroen, Fiat, Honda und Toyota die interessantesten Neuentwicklungen. Skoda zeigt den Mittelklassetyp Superb, der auf Basis des VW-Passat entstanden ist. Citroen und Honda feiern die Premiere ihrer Kleinwagen C drei und Jazz, und bei den Kompaktwagen dürften der Fiat Stilo und der Toyota Corolla das Hauptaugenmerk auf sich ziehen.

Zurück zur Startseite des IAA-Specials

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%