Mehr Nebendiagnosen, höhere Kostenerstattung
Das Ende der Krankenakte

Ärzte können künftig die Patientendaten direkt am Krankenbett per drahtlosem Handgerät in einen Computer eingeben.

dpa SEESEN. Im Städtischen Krankenhaus von Seesen (Niedersachsen) werde es im Regelbetrieb keine Krankenblätter mehr geben, teilte die Klinik am Montag mit. Der bundesweit erste Testbetrieb mit der Spezialsoftware "meditrace" sei erfolgreich abgeschlossen worden. Für die Patienten führe der unter Leitung von Chefarzt Konrad Meyne eingeführte Computereinsatz zu exakteren Diagnosen.

Die Daten werden per Infrarot im Zentralcomputer zur elektronischen Patientenakte zusammengestellt. Mit dem Softwarepaket "fd-klinika-meditrace" der fliegel data GmbH ließen sich Krankheitssymptome, ärztliche Befunde und verordnete Therapien durch das Antippen des Bildschirmes erfassen.

Eine Studie des Ärztlichen Direktors Prof. Axel Ekkernkamp am Unfallkrankenhaus Berlin kam nach Auskunft der Firma im vergangenen Jahr ebenfalls zu positiven Ergebnissen. Dabei sei festgestellt worden, dass Mediziner mit dem Einsatz des Handcomputers durchschnittlich drei Mal mehr Nebendiagnosen ermitteln konnten als bei herkömmlichen Verfahren. Durch die umfassendere Dokumentation erhöhe sich auch die Kostenerstattung der Krankenkassen an die Kliniken erheblich.

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