Mehr neu zugelassene Autos im März: Westeuropäischer Automarkt stabilisiert

Mehr neu zugelassene Autos im März
Westeuropäischer Automarkt stabilisiert

Der europäische Automarkt hat sich nach schwachem Jahresstart in Folge der Konjunkturflaute im März wieder stabilisiert.

Reuters BRÜSSEL. Die Zahl der Pkw-Neuzulassungen sei in Westeuropa um zwei Prozent auf rund 1,59 Millionen Fahrzeuge zum gleichen Vorjahresmonat gestiegen, teilte die Europäische Vereinigung der Automobilhersteller (ACEA) am Freitagmorgen in Brüssel mit. In den 15 EU-Staaten seien im Schnitt sogar 2,4 Prozent mehr neu zugelassene Autos gezählt worden. Dies deute darauf hin, dass der europäische Automarkt unter dem Strich nicht allzu stark unter dem Beginn des Irak-Krieges gelitten habe, hieß es.

In den ersten beiden Monaten des Jahres hatten die Hersteller angesichts der Kaufzurückhaltung der Verbraucher in Europa noch deutliche Einbußen verkraften müssen. In den westeuropäischen Ländern war die Zahl der neu angemeldeten Pkw im Februar um 3,5 Prozent zurückgegangen, im Januar sogar um sieben Prozent.

Für Deutschland hatte der Verband der Automobilindustrie (VDA) am Vortag einen Rückgang der Neuzulassungen um ein Prozent auf 318 000 Pkw/Kombi für März bekannt gegeben. Nach Einschätzung von VDA-Präsident Bernd Gottschalk könnte ein rasches Ende des Irak-Krieges der Autoindustrie aber wieder einen Wachstumsimpuls geben. Er sei überzeugt, das Kriegsende werde einen "unglaublichen Erleichterungseffekt" auf die Märkte haben, hatte er gesagt.

Nach den ACEA-Zulassungszahlen für Westeuropa musste von den führenden deutschen Herstellern vor allem Volkswagen herbe Einbußen im März hinnehmen. Die Marke VW von Europas größtem Autokonzern, der am Dienstag überraschend das Ausscheiden seines Vertriebs- und Marketingchefs Robert Büchelhofer bekannt gegeben hatte, verzeichnete binnen Jahresfrist 7,3 Prozent weniger Neuzulassungen. Stabil hielt sich dagegen die Ingolstädter Konzerntochter Audi, die spanische Seat legte sogar gut 14 Prozent zu.

Auch Daimler-Chrysler und der Münchener Autobauer BMW verzeichneten einen Rückgang der neu angemeldeten Fahrzeuge. Die Stuttgarter büßten insgesamt 0,6 Prozent ein, wobei die Marke Mercedes im März aber 1,2 Prozent mehr Käufer fand. Chrysler und Smart verloren dagegen deutlich. Bei BMW stand unter dem Strich ein Neuzulassungsminus von 2,2 Prozent. Die Marke BMW büßte 5,7 Prozent ein, der Mini erfreute sich einer um 15,6 Prozent gestiegenen Nachfrage. Die zum weltgrößten Autohersteller General Motors gehörenden Anbieter Opel/Vauxhall hielten ihre Neuzulassungen stabil.

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