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Mehr öffentliche Kontrolle über Wirtschaftsprüfer

Das vom Bundestag am 3. 12. 2004 verabschiedete "Gesetz zur Fortentwicklung der Berufsaufsicht ...

Das vom Bundestag am 3. 12. 2004 verabschiedete "Gesetz zur Fortentwicklung der Berufsaufsicht über Abschlussprüfer in der Wirtschaftsprüferordnung" (Abschlussprüferaufsichtsgesetz - APAG) hat am 17. 12. 2004 den Bundesrat passiert. Das Abschlussprüferaufsichtsgesetz steht in Kontinuität zum Bilanzrechtsreformgesetz, zum Bilanzkontrollgesetz sowie zu weiteren gesetzlichen Regelungen der letzten Zeit.
Mit dem Gesetz wird die bisherige Selbstverwaltung der Wirtschaftsprüfer modifiziert. Abschlussprüfer werden unter eine berufsstandsunabhängige Aufsicht gestellt. Eine Abschlussprüferaufsichtskommission (APAK) wird die öffentliche Fachaufsicht über die der Wirtschaftsprüferkammer (WPK) obliegenden Aufgaben insbesondere bei der Berufsaufsicht wahrnehmen. "Es ist zu begrüßen, dass keine neue Behörde geschaffen wurde, sondern ein bestehendes Selbstverwaltungsmodell um eine starke öffentliche Überwachung ergänzt wird", so Prof. Dr. Klaus-Peter Naumann, Vorstandssprecher des IDW.
Die APAK wird ausschließlich aus berufsfremden Mitgliedern bestehen, die v.a. in den Bereichen Rechnungslegung, Finanzwesen, Wirtschaft, Wissenschaft oder Rechtsprechung tätig sind oder waren. Sie werden vom Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit für die Dauer von vier Jahren ernannt. In die oberhalb der Wirtschaftsprüferkammer zu schaffende APAK wird der bisherige Qualitätskontrollbeirat integriert.
"Wir erwarten," so Naumann, "dass die durch das heute verabschiedete Gesetz fortentwickelte Berufsaufsicht auch in der Öffentlichkeit als glaubwürdige, unparteiische und strikte Kontrolle anerkannt wird. Dies wird helfen, das notwendige Vertrauen in die Tätigkeit von Abschlussprüfern zu stabilisieren und auch die Basis für eine internationale Anerkennung unseres Systems zu schaffen."

Quelle: FINANZ BETRIEB, 21.12.2004

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