Mehr Passagiere im Oktober
Fraport wieder optimistisch

Am Frankfurter Flughafen ist die Zahl der Fluggäste im Oktober im Vergleich zum Vorjahr deutlich gewachsen. Damit steigt der Optimismus des Betreibers Fraport, nach dem Rückgang im ersten Halbjahr für 2002 wieder ein stabiles Passagieraufkommen zu verzeichnen.

Reuters FRANKFURT. Die Zahl der Passagiere sei im Oktober um 13,6 Prozent auf 4,5 Millionen gestiegen, teilte der im MDax gelistete Flughafenbetreiber am Mittwoch mit. Das Frachtaufkommen habe sich zugleich um 4,4 Prozent auf 139 400 Tonnen erhöht. Angesichts des kräftigen Zuwachses bei den Passagierzahlen rechne Fraport für das Gesamtjahr damit, die Vorjahreszahl von 49 Millionen Fluggästen nahezu zu erreichen. Im April hatte Fraport für 2002 insgesamt noch ein leichtes Minus bei Passagier- und Frachtzahlen vorausgesagt, im zweiten Halbjahr aber mit steigenden Zahlen gerechnet.

Auch in den beiden ersten Wochen im November seien die Verkehrszahlen in Frankfurt deutlich besser als vor einem Jahr ausgefallen, hieß es. Deshalb wachse bei dem Betreiber der Optimismus, dass die eingesetzte Erholung nachhaltig sei. Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 in den USA war das Passagieraufkommen massiv eingebrochen.

Besonders der Interkontinental-Verkehr sei im Oktober Wachstumsträger in Frankfurt gewesen, teilte Fraport mit. Die höchsten Zuwächse von jeweils über 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr hätten erwartungsgemäß der Nahost- und der Nordamerikaverkehr erzielt. Neue Höchstwerte habe der Fernostverkehr verzeichnet, besonders wachstumsträchtige Ziele seien China, Hongkong, Japan und Indien gewesen. Insgesamt wurden im Oktober rund 40.500 Starts und Landungen gezählt, 2,9 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Die Höchstladegewichte seien um 0,9 Prozent auf 2,2 Millionen Tonnen gestiegen.

Sorge vor weiteren Anschlägen und die Konjunkturflaute hatten die Fluggastzahlen seit vergangenen Herbst deutlich sinken lassen, allerdings mit sich abschwächender Tendenz. Im September hatte Fraport mit einem Plus von sieben Prozent auf 4,7 Millionen Fluggästen erstmals seit Beginn der Krise wieder steigende Passagierzahlen gemeldet. In den ersten sechs Monaten war das Passagieraufkommen noch um 4,3 Prozent auf 22,9 Millionen Fluggäste zurückgegangen, während Fraport bei Umsatz und Ergebnis zulegte. Als Grund nannte das Unternehmen unter anderem eine Erhöhung der Flughafen-Entgelte und gestiegene Einnahmen aus Sicherheitsdienstleistungen. Im Gesamtjahr strebt Fraport einen Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen von rund 500 Millionen Euro in etwa auf Vorjahresniveau an.

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