Mehr Qualität
Schipanski fordert Geldmittel für Reformen

Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK), Dagmar Schipanski (CDU), hat nach der PISA-Studie eine ausreichende Finanzierung für Bildungsreformen in den Ländern gefordert.

dpa ERFURT. "Die Länder werden sich intensiv um Veränderungen bemühen", sagte Schipanski in Erfurt. Das bedürfe finanzieller Unterstützung "in jeglicher Form". Schipanski wandte sich gegen einheitliche Lösungen. "Wir müssen unterschiedliche Maßnahmen haben, weil die Befunde unterschiedlich sind."

Die Thüringer Wissenschaftsministerin kritisierte den Plan der Bundesregierung, vier Mrd. ? zum Ausbau von 10 000 Ganztagsschulen einzusetzen. "Das Geld muss an die Verbesserung des Unterrichts gebunden werden", sagte Schipanski. Es müsse zunächst darum gehen, wie der Lehrstoff vermittelt werde und wie Schüler die Fähigkeiten anwendeten.

Die KMK-Präsidentin fordert mehr Qualität in Grund-, Haupt- und Realschulen. "Das Hauptaugenmerk ist, eine große Zahl der Schüler auf ein höheres Niveau zu bringen." Die Debatte um eine Erhöhung des Anteils von Abiturienten pro Jahrgang sei eine Scheindiskussion. "Es ist immer richtig, wenn man einen möglichst breiten Zugang zur Bildung hat." Die Gymnasien hätten schon ein gutes Niveau. Das hätten die höheren Durchschnittswerte in der PISA-Länderstudie gezeigt. Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD) hatte eine deutliche Erhöhung der Abiturientenzahlen gefordert.

Schipanski sieht den Föderalismus als Chance für Reformen. "Der Wettbewerb wird beschleunigt durch das Vorhandensein der Studie", sagte sie. "Es ist jetzt an den Ländern, aus den Ergebnissen Schlussfolgerungen zu ziehen." Die Aufgabe der KMK sei es, zügig Bildungsstandards als Rahmen zu erarbeiten. Offensichtlich sei der Rahmen bislang nicht eindeutig definiert. Die Kultusminister hatten im Mai mehr Qualitätskontrollen in Schulen und Bildungsstandards für alle wichtigen Fächer beschlossen.

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