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Mehr Scheidungen durchs Internet

Das Internet treibt nach Auffassung von Eheberatern die Scheidungsrate in die Höhe - zumindest in Großbritannien. Über spezielle Onlinedienste würden viele Briten Kontakt zu ihren ehemaligen Freunden aufnehmen.

dpa LONDON. Das Internet treibt nach Auffassung von Eheberatern die Scheidungsrate in die Höhe - zumindest in Großbritannien. Über spezielle Onlinedienste würden viele Briten Kontakt zu ihren ehemaligen Freunden aufnehmen.

Das erklärte die führende britische Organisation für Partnerberatung "Relate" in London. Die Folgen: Ein Seitensprung mit dem Ex und oft die Trennung vom derzeitigen Partner. Die Zahl der Scheidungen ist in England und Wales nach Angaben der britischen Statistikbehörde im Jahr 2003 auf mehr als 153 000 gestiegen. Damit befinde sich die Scheidungsrate in Großbritannien auf einem Sieben-Jahres-Hoch.

"Internetseiten und Chatrooms machen es leichter, eine Affäre zu beginnen", sagte Christine Northam, Eheberaterin bei "Relate". Die Organisation ärgert sich vor allem über Internetdienste wie "Friends Reunited", die helfen, Ex-Partner wieder zusammen zu bringen. "Die erste Beziehung ist oft sehr stark gewesen, und wenn wir uns jetzt schlecht fühlen, lassen wir uns verleiten, zu "Friends Reunited" zu gehen und zu gucken, was die Ex-Freundin oder der Ex-Freund so macht", sagte Northam.

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