Mehr Sicherheit, Qualität und Passgenauigkeit
Nachholbedarf bei IT-Lösungen für den Mittelstand

Outsourcing-Dienstleister müssen die Bedürfnisse kleinerer und mittelgroßer Firmen genauer analysieren.

Mittelständische Unternehmen stoßen bei der Umsetzung von IT-Initiativen schnell an Grenzen. Der IT-Allrounder im Betrieb etwa ist zunehmend von der Komplexität der Systeme überfordert. Der Aufbau eines kleinen Rechenzentrums für das ERP-System kann zu einer Kostenexplosion führen.

Der Schritt ins Outsourcing scheint sinnvoll. Allerdings gleichen IT-Dienstleistungen noch dem handgefertigten Rolls-Royce, doch der Mittelstand braucht einen zuverlässigen Kleinwagen. Aber keinen "Einheits-Ford", sondern ein Produkt der modernen Serienproduktion. Das heißt: eine Gesamtlösung seines Geschäftsproblems in seinem Umfeld und in seiner Branche. Utility-Services ("on-demand") sind ein erster Schritt in die richtige Richtung, müssen aber noch einen wohl mehrjährigen Reifeprozess durchlaufen, bevor sie mittelstandsfähig werden.

Der Mittelstand braucht zudem mehr Sicherheit, Qualität und Passgenauigkeit als ihm angeboten wird. Der Return on Investment muss verlässlicher und schneller erfolgen und Kosteneinsparungen sollten im Vertrag garantiert sein. Die mittelständische Firma braucht verlässliche Partner, die Leistungskataloge für die spezifischen Problemstellungen vorweisen können, die Leistungen nach hohen Qualitätsstandards liefern und keine Abhängigkeit aufzwingen.

Hier bewähren sich zunehmend Anbieter aus der zweiten oder dritten Reihe, die es verstehen die Bedürfnisse ihrer Zielgruppe anzusprechen. Sie entwickeln sich hin zu Geschäftslösungen für genau analysierte Zielgruppen. Diese Entwicklung müssen alle IT-Dienstleister durchlaufen, die sich den Mittelstand erschließen wollen.

Parallel werden die Mittelständler selbst aktiv. In einigen Regionen und Branchen gibt so etwas wie die "Hilfe zur Selbsthilfe": Interessengruppen, die sich zur Entwicklung gemeinsamer Geschäfts- und IT-Lösungen ihre eigenen Dienstleister schaffen. Oder die sich als attraktive Zielgruppen darstellen, für die etablierte Dienstleister bereitwillig die notwendigen Investitionen tätigen.

Peter Dück, Vice President bei Gartner.

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