Mehr Sitzplätze
ICE fährt bald doppelstöckig

Im ICE-Hochgeschwindigkeitsverkehr will die Deutsche Bahn künftig Doppelstockzüge einsetzen, die erheblich mehr Sitzplätze als die bisherigen Züge haben. Damit will sich die Bahn für die hohe Nachfrage rüsten, die sie auf einigen Strecken - so auf der nächstes Jahr in Betrieb gehenden ICE-Linie Köln-Frankfurt - erwartet.

Entsprechende Äußerungen von Bahnchef Hartmut Mehdorn am Rande einer Veranstaltung auf der Transrapid-Versuchsanlage in Lathen im Emsland bestätigte eine Bahn-Sprecherin dem Handelsblatt. Mit der grundsätzlichen Entscheidung für einen Doppelstock-ICE wird wieder wahrscheinlicher, dass sich Deutsche Bahn und die französische Staatsbahn SNCF auf das Konzept eines gemeinsamen europäischen Hochge-schwindigkeitszuges einigen. Die SNCF setzt bereits mit dem "TGV Duplex" Doppelstockfahrzeuge des französischen Bahntechnik-Konzerns Alstom ein; Experten der Bahn AG hielten solche Züge bisher nicht für notwendig. Diese unterschiedlichen Auffassungen galten - neben weiteren technischen Details - als eines der zentralen Probleme auf dem Weg zum Europazug.

Die Stückzahl der künftigen ICE-Doppelstockzüge sei noch nicht ermittelt, sagte die Sprecherin weiter. Zudem sei nicht geplant, für die nächste Zug-Generation ausschließlich Fahrzeuge mit zwei Fahrgast-Ebenen zu bauen. Angestrebt werde eine Modulbauweise, um wahlweise herkömmliche oder zweistöckige Wagen zu beschaffen. Keinesfalls sei die Grundsatzentschei-dung ein Votum für die heutige TGV-Technologie, betonte die Sprecherin. Auch mit den anderen Herstellern fänden Sondierungsgespräche statt. Bis zum Jahresende wollen die Bahnen ihre Vorstellungen in Lastenheften konkretisieren.

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