Mehr Überwachungssysteme
Australien importiert Sicherheitstechnik aus aller Welt

Die Branche erwartet deutliche Absatzzunahmen, besonders in den Bereichen Sicherheitssysteme für Unternehmen private Wohnungen und Häuser. Der Gesamtmarkt hat Schätzungen von Australian Security Industry Association Ltd. (ASIAL) ein jährliches Volumen von 862 Millionen Euro zur Folge.

bfai SYDNEY. Die Erwartung, dass die privaten Haushalte jährlich ihre Ausgaben für Alarmanlagen und andere Sicherheitssysteme um 10 % aufstocken werden, leitet die Branche von dem noch bestehenden Rückstand gegenüber entsprechenden Investitionen US-amerikanischer Haushalte ab. Dieser Markt sei für den australischen tonangebend. Während in den USA inzwischen etwa 15 % aller Haushalte mit Sicherheitssystemen ausgestattet seien, liege der entsprechende Anteil in Australien lediglich bei 1,5 %, heißt es.

Ob eine zweistellige Absatzausweitung freilich kurzfristig zu erreichen ist, erscheint allerdings fraglich. Zunächst dürfte die Entwicklung im Wohnungsbau für den Verkauf von Alarmsystemen maßgeblich sein. Und die Impulse, die vom Wohnungsbau auf die Nachfrage nach Sicherheitssystemen ausgehen, schwächen sich bis 2005 voraussichtlich immer mehr ab. Jüngsten Prognosen der Housing Industry Association zufolge soll 2005 mit dem Bau von nur noch 136. 000 Wohnungen begonnen werden. Das wären insgesamt 22. 000 bzw. etwa 14 % weniger als im Jahr 2003.

Als ausgeprägter Wachstumsmarkt gelten derzeit dennoch Video-Überwachungssysteme (CCTV-Systeme) für Geschäfte, Großgebäude und Unternehmen. Im Bankgewerbe stehen zwar wieder umfangreiche Schließungen von Filialen an; hierdurch kommt es indessen nach Ansicht von Branchenkennern nicht zu einem Nachfragerückgang für Überwachungstechnik, da gleichzeitig zusätzlicher Bedarf an neu installierten Geldautomaten (ATM) entstehe.

Die kommenden Jahre werden zudem im Zeichen einer rasch expandierenden Nachfrage nach Informationssicherheitsprodukten stehen. Der kräftige Ausbau PC-gestützter und überörtlicher Datennetze bedingt einen wachsenden Datenschutzbedarf. Australien ist auf diesem Gebiet bereits recht weit vorangekommen.

Die serienmäßige Ausrüstung neuer Pkw mit Alarm- und Diebstahlsicherungssystemen ist in Australien ebenfalls weit verbreitet. Für importierte Fahrzeuge wird häufig die Nachrüstung vor Ort vorgenommen. Der Absatz dürfte in Zukunft unter dem Einfluss der robusten inländischen Pkw-Fertigung stehen. Derzeit werden in Australien jährlich 410. 000 Pkw hergestellt. Auf Druck der Versicherer ist ein Übergang zu effizienteren elektronischen Systemen im Gang. Diebstahlsicherungssysteme für Pkw werden u.a. von Robert Bosch (Aust) gefertigt und exportiert.

Nach wie vor zeigt auch der Markt für Zugangskontrollsysteme noch Wachstum, wenngleich dieses schwächer ausgeprägt ist als in den meisten anderen Sparten. Der Wettbewerb gilt hier als besonders intensiv. Bei Feueralarmsystemen und Rauchdetektoren zeichnen sich eher Sättigungstendenzen ab. Klima und Bauweise sind indessen der Grund für ihre insgesamt breite Anwendung in Gebäuden.

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