Mehr Zeit für die Umsetzung
Israel geht von Waffenruhe aus

Die Lage werde sich in den kommenden Tagen verbessern, so ein Berater von Ministerpräsident Barak. Doch rechnet die Polizei mit weiteren Anschlägen von Extremisten.

dpa JERUSALEM. Die israelische Regierung geht davon aus, dass die Palästinensische Autonomiebehörde bemüht ist, die am Donnerstag zwischen beiden Seiten vereinbarte Waffenruhe umzusetzen. Der Sicherheitsberater von Ministerpräsident Ehud Barak, Dani Jatom, sagte am Freitag, trotz der fortgesetzten Schießereien und Zusammenstöße in den Palästinensergebieten gehe er davon aus, dass sich die Lage in den kommenden Tagen verbessern werde. "Ich weiß, dass die Palästinenser Anstrengungen unternehmen und die Absicht haben, die (besetzten) Gebiete wieder zu beruhigen". Baraks Kabinett hatte in der Nacht beschlossen, Palästinenserpräsident Jassir Arafat mehr Zeit zur Verwirklichung der Waffenruhe zu geben.

Nach dem Terroranschlag palästinensischer Extremisten in West- Jerusalem am Donnerstag wurden am Freitag die Polizeikräfte in der Stadt vorsorglich verstärkt. Nach der Explosion einer Autobombe nahe dem Mahane Jehuda Markt geht die Polizei davon aus, dass die Extremisten weitere Anschläge in Israel planen. Im Bereich der Altstadt wurden aus Furcht vor neuen Unruhen nach dem traditionellen Freitagsgebet auf dem Tempelberg (arabisch: Haram El Scharif) hunderte Polizisten zusammen gezogen.

Bei dem Attentat waren zwei Israelis getötet worden, unter ihnen die Tochter des Vorsitzenden der rechtsgerichteten Nationalreligiösen Partei, Izchak Levy. Für den Anschlag übernahm die extremistische Palästinensergruppe Islamischer Dschihad (Heiliger Krieg) die Verantwortung.

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