Mehr Zeit für Urteil
Wahl-Urteile in Florida frühestens für 20.00 Uhr erwartet

Der Rechtsstreit um die US-Präsidentschaft zieht sich weiter hin. Zwei für 18.30 Uhr MEZ angekündigte Urteile verzögern sich bis mindestens 20.00 Uhr MEZ. Das kündigten die Gerichtssprecher am Freitag an. Einer der Richter brauche mehr Zeit für das Urteil.

dpa/rtr TALLAHASSEE/AUSTIN. Bei den Verfahren geht es um Anträge einzelner Demokraten, Briefwahlstimmen in zwei Bezirken im Bundesstaat Florida zu annullieren. Sollten die Kläger Erfolg haben, könnte das dem Republikaner George W. Bush bis zu 5 000 Stimmen in Florida und damit den Gesamtsieg kosten.

Weiter unklar war, wann genau das Urteil des Obersten Gerichts Floridas fallen könnte. Beobachter rechneten damit frühstens am späten Freitagabend (MEZ). Dabei geht es um den demokratischen Antrag, in Florida doch noch Stimmennachzählungen per Hand zuzulassen. Die Urteile gelten als die letzte Chance des demokratischen Präsidentschaftsbewerbers Al Gore.

Bush: Bereit zur Anfechtung negativen Florida-Urteils

Unterdessen kündigte Bush an, jedes für ihn nachteilige Urteil des Obersten Gerichtshofs im Bundesstaat Florida vor das Oberste Gericht der USA zu bringen. Bush sagte am Freitagabend in Austin im Bundesstaat Texas, er hoffe, dass dieser Schritt nicht notwendig sein werde. Der Oberste Gerichtshof Floridas war zuvor in der Landeshauptstadt Tallahassee zu Beratungen über eine Klage des demokratischen Kandidaten Al Gore auf Neuzählung von 14 000 Stimmen zusammengekommen.

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